Luxemburg und die reiche, arabische Welt rücken näher. Untrügliches Zeichen: die neue Botschaft des Großherzogtum in Abu Dhabi. Wirtschaftsdelegationen stellen die Vorteile des Landes dar, werben um Aufträge und arabisches Geld.
Der weltgrößte Stahlkonzern, ArcelorMittal, hat im ersten Quartal 2012 leicht zugelegt. Er produzierte mehr Eisenerz und er lieferte mehr Stahlprodukte aus. Eine Tendenz, die im zweiten Quartal 2012 anhalten soll.
Luxemburg erwartet Investitionen von Katar und der größeren Golfregion, weil die europäische Bankenlandschaft zu schrumpfen beginnt.
Der Notenbankgouverneur der Zentralbank Luxemburgs, Yves Mersch, und der Chef der Zentralbank des Scheichtum Katar, Prinz Abdullah Al-Thani, haben am Mittwoch ein „Memorandum of Understanding“ unterschrieben.
Wirtschaftsminister Jeannot Krecké hat sich in Dubai im Gespräch mit dem Tageblatt gegen die Auffassung gewendet, dass man in Luxemburg nun Sorgen wegen des Engagements des Scheichtums Katar haben müsse.
Das Luxemburger Ingenieursunternehmen Paul Wurth ist in Katar an einem Megaprojekt in einem Umfang von 17 Milliarden Euro beteiligt. Gemeinsam mit anderen Partner entwickelt Wurth dort Bahnverbindungen.
Die wirtschaftliche Darstellung Luxemburgs in den arabischen Ländern bedarf einer Veränderung, so Wirtschaftsminister Jeannot Krecké .Gleichzeitig kündigt er an, dass "mit Katar noch etwas kommen wird".
Es ist die Messe der Superlative, auf der Luxemburg nicht fehlen darf. „Big 5“ heißt sie und findet in Dubai statt. Zu finden ist dort alles, was mit Werkzeug und Handwerk zu tun hat.
Die Fluggesellschaften in der Region des Persischen Golfs haben sich zum Ziel gesetzt, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate zum globalen Umschlagplatz (Hub) für Passagiere und Fracht zu machen.
Luxembug und die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Sonntag ein Abkommen über Luftverkehrsdienstleistungen abgeschlossen.
Am Sonntag Abend wurde in Abu Dhabi die 35. Luxemburger Botschaft eröffnet. Dass sie in Abu Dhabi liegt, hat seinen Grund.
Qatar Airways baut das Streckennetz im Frachtbereich aus, kündigte der Vorstandsvorsitzende Akbar al Baker an. Luxemburg soll für die Maschinen der arabischen Fluggesellschaft Station für Zwischenstopps sein.
Katar bekommt immer mehr Einfluß in Luxemburg. Gleich zwei Meldungen am Montagmorgen lassen aufhorchen: Investoren aus dem Emirat kaufen die KBL und übernehmen die BIL.
Die Dexia-Gruppe wird fein säuberlich zerlegt. Die Luxemburger BIL könnte an den Katar gehen. Damit wäre der Golfstaat auch Aktionär der Luxair.
Die Luxemburger Wirtschaft wird weiter mit Missionen in die Länder des Persischen Golfs fahren, sagt der Präsident der Industriellenvereinigung, Robert Dennewald im Gespräch mit Tageblatt.lu, auch wenn die Wirtschaftsförderung sich anderen Zielen zuwenden wolle.
Wirtschaftsmissionen gehören zum Job eines Erbgroßherzogs. Er kommt so in der Welt herum und schafft seine Kontakte, die er später als Staatschef nützlich für sein Land einsetzen kann. So die Theorie.
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