Auf zwei große Geschäftsbereiche legt die Deutsche Bank Luxembourg ihren Fokus. Dazu wurden 2018 Tochterfirmen abgestoßen und andere Tätigkeiten ausgebaut. 

Die Deutsche Bank Luxembourg (DBL) zählt zu den Großen am Finanzplatz Luxemburg. Sie betreibt zwar keine Schalterbanken, zählt aber über 300 Mitarbeiter, die eine Bilanzsumme von 31 Milliarden Euro verwalten. Nächstes Jahr feiert die Bank ihren 50. Geburtstag in Luxemburg.

Auch der Jahresgewinn kann sich sehen lassen. „Es war ein sehr profitables Jahr“, sagte Frank Krings, Vorstandsvorsitzender der DBL, gestern vor Journalisten. Unter dem Strich hat die DBL letztes Jahr 133 Millionen Euro verdient. Im Vorjahr 2017 war es zwar deutlich mehr, was jedoch auch Einnahmen aus dem Verkauf von Anteilen an einer größeren Gesellschaft geschuldet sein dürfte.

621 Millionen ausgeschüttet

„Unser Mutterhaus ist sehr zufrieden mit uns“, so Krings weiter. Dafür mag es auch einen guten Grund geben. Am Beginn dieses Jahres erhielt die Deutsche Bank eine Überweisung in Höhe von satten 621 Millionen Euro aus Luxemburg. Angesammelte Gewinne aus den Vorjahren aus dem Großherzogtum wurden dann an das Mutterhaus ausgeschüttet.

Gleichzeitig hat die Bank auch ihre Bilanzsumme (um fast acht Milliarden Euro) auf 31 Milliarden Euro schrumpfen lassen. Im Jahr 2016 waren es noch 52 Milliarden. Das sei jedoch beabsichtigt, erklärt die Bank. Man habe vor allem das Interbankengeschäft (hohe Volumen, aber niedrige Margen) zurückgefahren. Auch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank spielt eine Rolle bei der Reduzierung. „Früher mussten wir täglich elf Milliarden Euro bei der BCL hinterlegen“, so Krings. „Heute sind es nur noch sechs Milliarden pro Tag.“ Und da die Banken Strafzinsen auf diesen Geldern zahlen muss, wird es teuer. 2017 hatten sie die DBL satte 28 Millionen Euro gekostet. „Und wir glauben nicht, dass sich die Zinslage bald ändern wird.“

Weniger Mitarbeiter

Leicht geschrumpft ist letztes Jahr auch die Zahl der Mitarbeiter. Das liegt am Verkauf von drei „Randgeschäftsaktivitäten“ (mit rund 30 Mitarbeitern) im Laufe des abgelaufenen Jahres. Man sei nun „mehr kompakt“ aufgestellt, so Frank Krings. Das ermögliche es, fokussierter zu arbeiten. „Wir haben nun die Beweglichkeit zurück, die wir wollten.“

In seinem Fokus hat die DBL nun zwei Bereiche: die grenzüberschreitende Finanzierung von Unternehmen und die Vermögensverwaltung für Wohlhabende. Beide Bereiche sollen weiter ausgebaut werden. Im Geschäft mit den Unternehmensfinanzierungen (Luxemburg ist Kompetenzzentrum der Gruppe für Konsortialkredite) will die Bank organisch wachsen.

Im Bereich der Vermögensverwaltung habe man letztes Jahr „erstmals seit Jahren auch wieder zugekauft“, so Krings. In einer konzerninternen Transaktion wurden Kunden aus Österreich übernommen. Hintergrund ist eine 30 Millionen Euro teure IT-Plattform, die vor zwei Jahren aufgebaut wurde. Sie helfe, um Luxemburg als zentrales EU-Kompetenzzentrum der Bank-Gruppe im Bereich Vermögensverwaltung zu positionieren. Kunden aus weiteren europäischen Ländern könnten demnach in Zukunft noch hinzukommen.

Die gesamte Deutsche-Bank-Gruppe (DBL und DWS, Postbank, BHW) beschäftigt über 500 Mitarbeiter am Standort Luxemburg.

3 Kommentare

  1. Für Wohlhabende…das fühltte ich bei regelmäßigen Besuchen..Die freundlichen, jahrzehtelang beschäftigten Teizeitdamen hat man wohl *mitverkauft*..Ein Armutszeugnis..Schmutzige Kaffetassen am Automaten…und die Lounge ist Dönerecke für Outsider…aber vielleicht gibt es unter der Kuppel eine *Dorchester-Lounge* ??
    Wohlhabende begrüßen diesen Stil und Profit sei der DBL pardon, dem Mutterhaus, gegönnt.

  2. OMGUS-Rapport lesen! Sich die Frage stellen, weshalb diese Firma überhaupt noch besteht. Verschiedene darauf hinweisen: ” Die Geister, die ich rief….!”

  3. Pierre..OMGUS Reort ist ein alter Hut…wer will die Zeit zurückdrehen? Jedes Land hat eine negative Vergangenheit*..einschließlich Vatikan-Staat !.. Wichtig ist aus den Fehlern zu lernen…und den *einfachen* Menschen im Fokus zu haben..gleich welcher Hautfarbe+Nationalität+Bildung…Die Deutsche Bank war auf dem richtigen Weg nach 1985..als CEO Herhausen die Führung inne hatte..Gradlinigkeit in der Finanz-und Wirtschaftspolitk, das Herausfinden und Umsetzen der 68er Revollutzerziele in ökonomisches Wachstum und Ausgeglichenheit zwischen uns oberen und denen da unten..Ob Politikern diese neue, Ost-Strategie missfallen hatte .ist unaufgeklärt. Er sah das vereinte Deutschlands etc. als Garant für weiteres Wachstum .. Herrhausen wurde terroristisch ausgeschaltet…Sein Ziel der Ost-Erweiterung ..lebt jetzt neu auf….man erinnere sich an das Doku-Buch-Roman … Der Tag is Hell..ich schreibe dir…von Tanja Langer
    Wird dieses * Deutsche Profi l* diese Werte, beibehalten in der Führungsetage..Europa mit Russland ,, .dann kann auch die DB Luxembourg weiterhin ( in UNIT mit BIL ? ) einen positiven Beitrag zum Wohle für alle mitwirkenden lleisten….

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