Am Dienstag wurde in Foetz eine Produktionsstätte für Elektroroller eingeweiht. Das Start-up Ujet hat 40 Millionen Euro investiert, um aus Luxemburg heraus die Mobilität zu revolutionieren.

“Luxemburg ist bekannt für Zulieferbetriebe der Automobilindustrie, doch noch nie wurde ein Auto im Großherzogtum gebaut”, so Wirtschaftsminister Etienne Schneider bei der Vorstellung des neuen Zweirads. In Zukunft wird sich das teilweise ändern. In Foetz wurde eine Produktionsanlage für motorisierte Zweiräder eingeweiht.

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Es handelt sich dabei nicht um einen banalen China-Scooter, der für ein paar Scheine in Baumärkten angeboten wird, sondern um das iPhone der Zweiradwelt. Wie es bei Apple-Produkten der Fall ist, war auch die Vorstellung des Ujet-Zweirads ein Event. Und wie Produkte von Apple ist auch der neue Scooter eher im oberen Preissegment anzusiedeln.

Fliegengewicht

Doch die Kunden bekommen auch einen Gegenwert für ihr Geld. “Wir nutzen nur Materialien der Oberklasse”, so Konstantin Notman, der Vorstandsvorsitzende der Ujet-Gruppe. Der Rahmen des Gefährts besteht nicht aus Stahl, sondern aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung. Das Moped ist auch “nonstop vernetzt”. Das Smartphone ist ein integrales Bauteil des kleinen Zweirades. “Das Ujet ist auch zu 100 Prozent grüne Technologie”, so der Chef. “Nicht nur, weil es sich um einen Elektroantrieb handelt, sondern auch, weil wir bei der Entwicklung viel Wert auf Leichtbau gelegt haben.” Mit einem Gewicht von 43-49 Kilogramm wiegt es nur die Hälfte der bekannten Blech-Vespa.

Patrick David, der Vizepräsident von Ujet, war besonders stolz auf das Fliegengewicht. “Für kleinere Menschen, besonders für Frauen, ist es manchmal schwierig, ein schweres Zweirad zu bewegen.” Beim neuen Elektroscooter wird dies nicht der Fall sein. “Er ist sehr einfach in der Handhabung und macht beim Fahren sehr viel Spaß.”

Dies glaubt auch der Minister. Auf die Frage vom Tageblatt hin, ob er sich vorstellen könnte, sich solch ein Teil anzuschaffen, meinte er: “Ich überlege es mir derzeit. Ich glaube, dass meine Sicherheitsleute etwas dagegen haben werden, doch privat könnte ich es mir sehr gut vorstellen.” Dann könnte er einer der 10.000 Kunden sein, die das Unternehmen braucht, um das Werk in Foetz auszulasten. Aktuell arbeiten 12 Personen in der Produktionsstätte, “in sechs Monaten werden es 37 sein”, so Hugues Despres, der CEO von Ujet.

Ein großer Nachteil der Elektromobilität sind die Auflademöglichkeiten. Beim Ujet wurde dieses Problem mit einer abnehmbaren Batterie gelöst. Diese kann dann wie ein kleiner Koffer mit Rädern mit ins Büro genommen werden und mit einer normalen Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Wenn die Batterie voll ist, können mit der günstigeren Version 70 Kilometer zurückgelegt werden und mit der teuereren mehr als das Doppelte, also 150 Kilometer. Da es sich um ein Hightech-Gerät handelt, das “Made in Luxembourg” ist, ist das Moped nicht ganz günstig. Der Mindestpreis liegt bei 8.690 Euro.

15 Kommentare

  1. na ja de preis ass schon hefteg dofir krid en e klengen Auto .De Chinesich kaschten nemmen 350 euro.ech denke net dass hei daat geht et reent emmer oder eiskaal.Am Süden ok net hei.

  2. schnuckelig dieser Scooter, aber welche Lebensdauer hat der Akku? Wo bleibt das technische Datenblatt? Auch gibt es Menschen mit Gleichgewichtsstörungen! Warum nicht auch im Dreiradscooter bauen? Ich habe mich mal klug gemacht über ein elektronisches Drei/ Fahrrad gemacht. Und das was ich haben möchte kostet zwischen 3600-5800 Euro, hat kein Magnesium-Alugehäuse. Und vor allem, der Händler sitzt in Frankfurt, kein anderer in nächster Nachbarschaft. Mein Audi A2 hat auch Alu-Karosserie, rostet nicht. Vor 14 Jahre Anschaffungspreis 21000 Euro, bis jetzt noch nie ein Loch in Sandweiler bekommen. Komplet zufrieden… Ps: Apple ist ein zusammen gewürfeltes IPhone, Bausteine von Samsung, Microsoft, Sony etc. Ich bleibe bei meinen Nokias die 14-16 Jahre alt sind. Eine Frage an all diese Nörgler hier! Was wäre gewesen wenn Luxemburg kein 1a Stahl produziert hätte?

  3. Alles nobelt Material a “Made in Luxembourg”, dofir de Präis. Mee kann een dat Gefier wann et net méi ze flécken ass net ganz auserneen huelen an d’Material fir aaner Saachen upcyclen ?

  4. Den Artikel huet mech mega interesséiert, bis ech un di lescht Zeil, déi mat dem Präis, komm sinn. Dunn huet den Töff mir op eemol guer nét méi gefall!

  5. Magnesium-Aluminium-Legierung an 100 Prozent grüne Technologie sin awer zwou Saachen, déi elo net grad zesumme passen. Al ass net grad gréng an der Produktioun an zu Magnesium seet Wikipedia folgendes: Bei der Produktion von 1 kg Magnesium durch den Pidgeon-Process entstehen Treibhausgase mit einem CO2-Äquivalent von etwa 31 kg (zum Vergleich: Für 1 kg Stahl entstehen zwischen 0,5 und 2 kg CO2-Äquivalente). Alles mat gréngem Sege, wéi mer gesin. De meeschte Mg gët iwwregens, o Zoufall, a China produzéiert.

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