Die nächsten vier Tage empfängt die Coque im Rahmen der 1. Vivium Victory Challenge die Tennis-Legenden. Zwei Namen stechen hervor: Björn Borg und John McEnroe.

David Thinnes

Und wie der Zufall es wollte, spielen die beiden ehemaligen Rivalen in der Gruppe B gegeneinander. Weitere Gegner sind „Tennis-Clown“ Mansour Bahrami und Guillermo Vilas.
In der Gruppe A treten Henri Leconte, Johny Goudenbour, Cédric Pioline und Carl-Uwe Steeb an.
Das große Duell Borg gegen McEnroe steigt am Samstagabend um 20.30 Uhr. Das Duell zwischen dem kühlen Schweden und dem aufbrausenden US-Amerikaner prägte das internationale Tennis Ende der Siebziger, Anfang der 80er Jahre. Legendär ist das Wimbledon-Endspiel von 1980, das Borg mit 8:6 im fünften Satz für sich entschied.
Die beiden Spieler könnten unterschiedlicher nicht sein: Borg, der Rechtshänder mit dem eleganten Lehrbuch-Stil, McEnroe, der Linkshänder, der mit seiner unorthodoxen Technik Erfolg hatte. Am besten beschrieb es Arthur Ashe, seines Zeichens Wimbledonsieger 1975, in der McEnroe-Biografie von Tim Adams: „Bei Björn Borg hatte man immer das Gefühl, er bearbeitet einen mit einem Vorschlaghammer, während McEnroe mit einem Stilett vorgeht. Er schlitzt die Leute einfach auf. (…) Er versetzt einem kleine Stiche, mal hier, mal dort, und bald fließt überall Blut, auch wenn die Wunden nicht tief sind. Und es dauert nicht lange, und dann ist man verblutet.“
Auch der Charakter stand dem in nichts nach. Borg, der „Engel“, passte in das Bild des ruhigen Schweden. McEnroe schmiss seine Schläger, pöbelte Schieds- und Linienrichter an.
Für McEnroe war Borg der psychologische Antrieb, der ihn zur Perfektion trieb. Der Sieg des Schweden, der fast drei Jahre älter ist als sein Konkurrent, in Wimbledon 1980 war der letzte gegen McEnroe. Ein Jahr später besiegte der heute 49-Jährige seinen Rivalen auf dem grünen Rasen und leitete somit die Ablösung ein.
Beide haben zusammen 18 Grand Slams gewonnen, Borg elf und McEnroe sieben. Insgesamt stehen bei Borg 63 Turniersiege und bei McEnroe 77 Erfolge im Einzel zu Buche.
Die BlackRock Tour of Champions ist eine „richtige“ Tour mit 13 Turnieren weltweit – Barcelona, Rom, Paris, Sao Paolo, Frankfurt … – mit einem Abschlussturnier, dem Masters in London. Die Spieler bekommen Punkte und werden in einer Rangliste geführt.
Doch mehr als Ergebnisse interessieren Duelle wie Borg-McEnroe. In Luxemburg hat dies der Belgier Luigi Coduti ermöglicht. Mit seiner Firma Covadis organisierte Coduti, Manager von Justine Henin, ähnliche Turniere in Belgien. Die Arena der Coque wird 3.500 Tennis-Fans Platz bieten.

Das Programm

Gruppe A: Henri Leconte, Johny Goudenbour, Cédric Pioline, Carl-Uwe Steeb; Gruppe B: John McEnroe, Björn Borg, Mansour Bahrami, Guillermo Vilas
Heute:
16.00: Leconte – Pioline
17.30: Goudenbour – Steeb
19.00: Borg – Bahrami
20.30: McEnroe – Vilas
Morgen:
16.00: Leconte – Steeb
17.30: Goudenbour – Pioline
19.00: McEnroe – Bahrami
20.30: Borg – Vilas
Samstag:
16.00: Leconte – Goudenbour
17.30: Pioline – Steeb
19.00: Bahrami – Vilas
20.30: McEnroe – Borg
Sonntag:
14.00: „kleines“ Finale
16.00: Endspiel

Service-Ecke

Parking
Die Shuttlebusse fahren (jeden Tag von 14.45 bis 23.00 Uhr) von dem Parkplatz Adenauer und dem P&R Kirchberg zur Coque. Auch der Parkplatz Luxexpo steht zur Verfügung.
Öffnung der Türen: 15.00 Uhr.
Tickets
Für die vier Tage gibt es noch Karten. Knapp wird es für Samstag. Interessierte sollen an die Tageskasse der Coque kommen. Preise: Donnerstag und Freitag 25 Euro; Wochenende 35 Euro.
Internet
www.covadis.be/viviumchallenge
www.blackrocktourofchampions.com