Der italienische Radprofi Fausto Masnada hat als erfolgreicher Ausreißer die sechste Etappe des Giro d’Italia gewonnen und für den ersten Gastgebersieg der 102. Ausgabe gesorgt. Der 25-Jährige aus der kleinen Mannschaft Androni Giocattoli setzte sich nach 238 km zwischen Cassino und San Giovanni Rotondo im Sprint gegen seinen Begleiter Valerio Conti (Italien/UAE Team Emirates) durch.

Aber auch für Conti war es ein Feiertag, der 26-Jährige eroberte durch seine couragierte Fahrt das Maglia Rosa des Gesamtführenden vom Slowenen Primoz Roglic, der auf der Etappe einen Sturz glimpflich überstand und mit einem Rückstand von deutlich über sieben Minuten das Ziel erreichte. Allerdings gab Roglic das Rosa Trikot freiwillig ab, um seinen Helfern der Mannschaft Jumbo-Visma in den kommenden Tagen einige Arbeit zu ersparen.

Die beiden Luxemburger Bob Jungels (Deceuninck – Quick Step) und Ben Gastauer (Ag2r – La Modniale) kamen mit dem Hauptfeld ins Ziel. Sie belegten die Plätze 23 (Jungels) und 71 (Gastauer) und hatten einen Rückstand von 7:19 Minuten. In der Gesamtwertung liegt Jungels nun auf dem 20. Rang (+ 6:26 Minuten), Gastauer ist 68. auf 13:39 Minuten.

Erste italienisches Maglia Rosa seit 2016

Conti trägt als erster Italiener seit Vincenzo Nibali (2016) das begehrte Führungstrikot. Er ist aber kein Fahrer, der den Giro-Favoriten unter normalen Umständen in der entscheidenden dritten Rennwoche gefährlich werden kann.

Auf der siebten Etappe am Freitag verspricht die Endphase einige Spannung. Nach dem Start in Vasto und einem Anstieg der zweiten Kategorie ist nach 185 km vor allem das Finale in L’Aquila interessant. Auf dem letzten Kilometer geht es stramm bergauf, die Klassementfahrer um Roglic könnten dort um wertvolle Sekunden ringen. Die Italien-Rundfahrt endet am 2. Juni in Verona

Kommentieren Sie den Artikel


Please enter your comment!
Please enter your name here