Nur einen Tag nach Bekanntgabe der anormalen Dopingprobe von Chris Froome gibt es im Radsport schon wieder Aufregung. Diesmal wegen Lance Armstrong, der von den Organisatoren der Ronde van Vlaanderen zum Frühjahrsklassiker eingeladen wurde. Und das, obwohl er eine lebenslange Dopingstrafe verbüßt.

Der ehemalige Radstar Lance Armstrong wird der Flandern-Rundfahrt 2018 auf Einladung der Organisatoren einen Besuch abstatten. Der wegen seiner Dopingvergehen tief gefallene Texaner ist erster Redner in der neu gegründeten “Business Academy” des berühmten Frühjahrsklassikers, der am 1. April stattfindet. “Für ihn wird es eine Rückkehr in den Radsport sein. Was mich betrifft, ist er herzlich willkommen”, sagte Wouter Vandenhaute, Organisator von “De Ronde”: “Lance Armstrong ist und bleibt ein großartiger Champion.”

Natürlich müsse man im Radsport weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, um Doping zu bekämpfen, ergänzte Vandenhaute, “aber wir müssen uns auch mit unserer Vergangenheit arrangieren”. Er finde es “gut, dass wir Champions wie Laurent Jalabert und Richard Virenque weiter verehren. Warum heißen wir dann nicht auch Lance Armstrong und Jan Ullrich wieder in unserer großen Rad-Familie willkommen?” Armstrong gilt als der größte Doping-Sünder der Sport-Historie. Dem heute 46-Jährigen waren schon vor seiner Beichte im Jahr 2013 alle seine sieben Tour-de-France-Siege aberkannt worden.

(cs/SID)

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