Mit einem mühsamen 81:72-Sieg über Titelverteidiger Amicale Steinsel holt sich Rekordpokalsieger Etzella Ettelbrück am Samstag im Finale der Coupe de Luxembourg den ersten Titel seit 2011.

Als großer Favorit startete die Etzella Ettelbrück in das Pokalfinale gegen die Amicale Steinsel, schließlich hatte das Team aus dem Norden in dieser Saison erst eine einzige Partie verloren. Doch die erste Hälfte setzten die Spieler um Kapitän Frédéric Gutenkauf komplett in den Sand. Zu hektisch und viel zu nervös agierte die Etzella, sogar die einfachsten Würfe wollten nicht in den Korb.

Cut am Auge

Wenig hilfreich auch, dass sich Profi-Spieler Billy McNutt direkt in der Anfangsphase ein Cut über dem Auge zuzog und man Mühe hatte die Blutung zu stoppen. Etzella-Coach Kresimir Basic musste das alles wie ein schlechtes Déjà-Vu vorkommen, bereits in der vergangenen Saison hatten seine Spieler im Pokalendspiel sowie auch in den Meisterschaftsfinals mit ihren Nerven zu kämpfen und verloren beide Male gegen Steinsel. Dementsprechend laut wurde der Coach auch bei den Ansprachen an sein Team.

Die Amicale ließ sich ihrerseits nicht beeindrucken. Der erst nach dem Pokalhalbfinale verpflichtete US-Spieler Phil Henry sowie der ehemalige Ettelbrücker Yann Wolff trafen zuverlässig aus der Distanz. Zudem zeigte sich Steinsel deutlich aggressiver und ermöglichte es dem Gegner kaum bis unter den Korb vorzudringen. Mit 13 Punkten lag die Amicale zwischenzeitlich in Führung.

Coleman nicht mehr zu stoppen

Doch Ettelbrück wollte nicht ein weiteres mal ein ähnliches Final-Fiasko erleben. Vor allem US-Spieler Tim Coleman versuchte seine Mitspieler stets anzutreiben und ergriff die Verantwortung. Nach dem Seitenwechsel fanden die Nordisten dann auch langsam zu ihrem gewohnten Spiel. McNutt, Jairo Delgado und die Gutenkauf-Brüder punkteten nun ebenfalls. Der Etzella-Express fand mühsam wieder in die Spur und übernahm nach 25 Minuten ein erstes Mal die Führung. Steinsel versuchte es noch einmal über Koster und Early, doch spätestens mit den beiden erfolgreichen Distanzwürfen von Coleman und J. Delgado war der Etzella der heiß ersehnte Ettelbrücker Pokalerfolg vier Minuten vor Spielschluss nicht mehr zu nehmen.

“Alles sprach eigentlich für uns, doch von der ersten Minute lief es nicht wie erhofft. Da wird man schon nervös. Doch der Trainer meinte, dass wir in dieser Saison schon so oft zurückgekommen seien, wir würden das auch diesmal schaffen”, meinte Gilles Polfer nach dem Spiel, der nach 2011 seinen zweiten Pokal mit Ettelbrück gewann.

 

Basketball: Dritter Pokalsieg in Folge für die Damen der Amicale Steinsel

 

 

 

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