Luxemburg hat das letzte Spiel der EM-Qualifikation nach einer sehr starken Leistung mit 0:2 gegen Portugal verloren. Die FLF-Formation war teilweise die dominierende Mannschaft und bereitete den Portugiesen sehr viele Probleme. Die “Seleçao” qualifizierte sich durch diesen Sieg für die EM 2020.

Luxemburgs Nationaltrainer Luc Holtz entschied sich zu drei Veränderungen im Vergleich zum Spiel gegen Serbien (2:3-Niederlage am vergangenen Donnerstag). Leandro Barreiro, David Turpel und Aldin Skenderovic standen anstelle von Chris Philipps, Olivier Thill und Tim Hall in der Startelf.

Portugal trat u.a. ohne die verletzten Stammspieler João Félix, Pepe und William Carvalho an. Topstar Cristiano Ronaldo führte die “Seleçao” wie gewohnt als Kapitän auf den Platz.

Überraschenderweise war Luxemburg von Anfang an die spielbestimmende Mannschaft. Die Roten Löwen zogen ein relativ hohes Pressing auf, gewannen sofort ihre Zweikämpfe und hatten spielerisch so einiges zu bieten. In der 6. Minute ging ein Kopfball von Deville knapp drüber. Portugals Antwort lieferte Ronaldo. Der Topstar fand jedoch in FLF-Torwart Moris seinen Meister (9.).

Luxemburg bestimmte das Spiel

Fünf Minuten später wurde ein Schuss von V. Thill aus wenigen Metern per Kopf von José Fonte abgeblockt. Mit zunehmender Spieldauer wuchs bei den Luxemburgern das Selbstvertrauen. In der 22. umdribbelte Carlson André Silva. Nach mehreren Ballkontakten landete das Leder bei Jans, dessen Hereingabe im Strafraum im letzten Moment zur Ecke geklärt wurde. Fonte musste in der 25. vor dem einschussbereiten Rodrigues klären. Der Stürmer von Dynamo Kiew konnte bei der darauffolgenden Ecke einen Kopfball nicht im Kasten unterbringen.

Portugal hatte in dieser Phase nur ein Schüsschen von CR7 vorzuweisen. Luxemburg agierte wie der Favorit, während man den Eindruck bekam, dass bei den Portugiesen Zweifel aufkamen.

Eine klasse Aktion vor der Halbzeit reichte dem amtierenden Europameister jedoch, um in Führung zu gehen. Bernardo Silva passte den Ball in die Schnittstelle der FLF-Abwehr, wo Bruno Fernandes stand und gegen den Spielverlauf die Führung für die “Seleçao” erzielte.

Alles versucht

In der zweiten Hälfte hatten die Gäste die erste Gelegenheit durch einen Kopfball von Verteidiger José Fonte (50.). Luxemburg antwortete fast postwendend durch einen Schuss von Rodrigues (52.). Die FLF-Mannschaft war weiterhin mutig und versuchte den Ausgleich zu erzielen. Alle Mittel waren dazu recht. Nach rund einer Stunde Spielzeit verpasste Rodrigues einen spektakulären Fallrückzieher auf Höhe des Elfmeterpunkts. Deville konnte sich in der 68. im Strafraumgewühl nicht durchsetzen.

In der Schlussphase brachte Holtz mit Danel Sinani und Aurélien Joachim noch zwei weitere Offensivleute.

In der 87. Minute fiel jedoch die Entscheidung. Und wieder einmal konnte Luxemburg mit dem Schiedsrichter hadern. Nach einer Flanke von Bernardo Silva ging Jans im Strafraum im Duell mit CR7 zu Boden. Dieser stand allein vor Moris und erzielte das 2:0.


Statistik:

Luxemburg: Moris – Jans, Chanot, Gerson, Carlson – Barreiro (74. Sinani), Skenderovic – Turpel (59. O. Thill), V. Thill (82. Joachim), Rodrigues – Deville

Portugal: Rui Patricio – Ricardo Pereira, José Fonte, Ruben Dias, Raphaël Guerreiro – Bruno Fernandes (90. Ruben Neves), Danilo, Pizzi (62. João Moutinho) – Cristiano Ronaldo, André Silva (71. Jota), Bernardo Silva

Schiedsrichter: Jesus Gil Manzano – Diego Barbero, Angel Nevado (alle Spanien)

Gelbe Karten: Deville, Chanot – Bernardo Silva

Torfolge: 0:1 Bruno Fernandes (39.), 0:2 Cristiano Ronaldo (87.)

Beste Spieler: Die Mannschaft – Bernardo Silva, José Fonte, Ricardo Pereira

Zuschauer: 8.000 zahlende (ausverkauft)


Bespielbarkeit des Rasens: Geisterspiel als Plan B

Der Rasen im Stade Josy Barthel, der sich in den vergangenen Tagen in einem katastrophalen Zustand befand, wurde im letzten Moment bespielbar. Die UEFA und die FLF hatten jedoch am Samstag an einem Plan B gearbeitet. Wäre der Rasen zu schlecht gewesen, hätte ein Geisterspiel in einem anderen Stadion stattgefunden.

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