Das Sportministerium bestätigte mit einer Pressemitteilung um 16.50 Uhr eine Meldung von RTL Radio Lëtzebuerg von 16.30 Uhr.
Die Delegation aus Luxemburg war von TdF-Chef Christian Prudhomme in der französischen Hauptstadt empfangen worden. Prudhomme hatte um diese Unterredung gebeten.

Das Treffen sei laut Pressemitteilung “sehr konstruktiv” verlaufen. Die Tour-Direktion habe ein großes Interesse an der luxemburgischen Kandidatur gezeigt. Man müsse abwarten, wie der definitive Parcours aussehen werde. Schneider und Hinterscheid haben aber das Interesse von Esch/Alzette als Etappen- und auch Ziel-Ort bekräftigt. Dies bestätigten Minister Schneider und der Escher Sportschöffe dem Tageblatt am Mittwoch. “Die Ankunft würde ziemlich sicher in Esch sein, der Start idealerweise auch. Wir sind bereit für beide Aufgaben”, so Hinterscheid.
Die Luxemburger Delegation hat eine Reihe Hausaufgaben erhalten, die in den kommenden drei, vier Wochen erledigt werden.
Danach wird wohl Mitte/Ende August eine Antwort der Organisatoren zu erwarten sein. Hier muss der lokale Veranstalter sich aber dann traditionell an die Verschwiegenheitsklausel halten. Die Ausgabe des kommenden Jahres wird am 18. Oktober in Paris vorgestellt.

Belval oder Gaalgebierg?

2006 gab es bekanntlich zum letzten Mal eine Etappenankunft in Luxemburg, damals ebenfalls in Esch/Alzette, wo auch die dritte Etappe gestartet wurde. Auf dem boulevard Grande-Duchesse Charlotte hatte 2006 Robbie McEwen im Sprint gewonnen. Der “départ fictif” war am folgenden Tag auf dem Brillplatz.
Für einen potenziellen Ziel-Standort kommt der boulevard Grande-Duchesse Charlotte nicht mehr in Frage, wie Hinterscheid der ASO auf Nachfrage mitteilte. “Es gibt einige Optionen”, sagte er. Belval oder auch der Galgenberg sind einige der Möglichkeiten.

Der “grand départ” 2017 findet bekanntlich in Düsseldorf (Deutschland) statt.
2016 beginnt die Tour de France am 2. Juli am Mont-Saint-Michel.

Tageblatt.lu/dat