Bob Jungels hat die 4. Etappe der Kolumbien-Rundfahrt gewonnen und zugleich die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Damit kam er wesentlich besser aus den Startblöcken als noch letzte Saison.

Bob Jungels dürfte nach seinem Sieg auf der 4. Etappe der Kolumbien-Rundfahrt ein Stein vom Herzen gefallen sein. Dieses Jahr wird er den Unmut seines Chefs aufgrund ausbleibender Resultate nicht auf sich ziehen. Patrick Lefevere, der Team-Manager von Deceuninck – Quick Step hatte 2018 nämlich fast die Geduld mit seinem luxemburgischen Arbeitnehmer verloren. “Vor zwei Wochen fing ich an, zu zweifeln, denn bei der Flèche Brabançonne war er wirklich schlecht”, gestand Lefevere am 22. April 2018. Es war der Tag, an dem Bob Jungels Liège-Bastogne-Liège gewonnen hatte. Bis dahin blieben die Resultate allerdings aus.

2019 kann Jungels nun entspannter bis zu den ersten Höhepunkten angehen. Jetzt setzte er sich nach 144 km mit Start und Ziel in Medellin durch und düpierte dabei das rund 50 Mann starke Feld. Es waren noch knapp 1.000 m zu fahren, als der 26-Jährige den Turbo zündete und dem Peloton enteilte. Die Attacke saß. Am Ende hatte der Luxemburger einen Vorsprung von drei Sekunden auf die Verfolger.

Der Este Mihkel Räim (Israel Cycling Project) und Jungels’ französischer Teamkollege Julian Alaphilippe belegten die Plätze zwei und drei. Es war sein neunter Profisieg und er hat damit gleich im ersten Rennen der Saison abgeliefert. “Es hat mich überrascht, dass diese Etappe als eine für Sprinter beschrieben wurde, denn auf dem Schlussparcours gab es einen schweren Anstieg, den wir gleich sechs Mal bewältigen mussten. Meine Teamkollegen haben das Geschehen gut kontrolliert, was mir das nötige Selbstvertrauen gab, um im Finale zu attackieren”, beschreibt Jungels die Etappe in einer Mitteilung seines Teams.

Durch diesen Tagessieg setzte sich Jungels zwei Etappen vor Schluss auch an die Spitze der Gesamtwertung. Dort hat er nun zwei Sekunden Vorsprung auf Teamkollege Alaphilippe und vier Sekunden auf den Kolumbianer Rigoberto Uran (EF Education First). “Das Ziel ist, das Leadertrikot zu verteidigen, aber das wird auf den letzten zwei anspruchsvollen Etappen nicht einfach. Es sind einige Fahrer am Start, die bessere Kletterer sind, als ich es bin. Aber ich fühle mich gut und wir werden unser Bestes geben.”

1 Kommentar

  1. Julian sein Mannschaftskollege ist für Bob definitiv das Problem !

    Prognose : Rigoberto URAN wird die Rundfahrt als lachender Dritter gewinnen !
    Patrick LEVEFERE wird somit mit seinem Team diese Rundfahrt nicht davontragen !
    Schade !

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