Im Rennen der Luxemburger war am Sonntag beim Ironman 70.3 in Remich kein Kraut gegen Claude Lucas gewachsen. Von Anfang an dominierte er den Wettbewerb und ließ nie Zweifel an seinem Sieg aufkommen. Dahinter holte Dany Papi Konkurrent Christian Weyland erst beim Laufen ein und wurde Vizemeister. Im Anschluss nahm sich Lucas ausführlich Zeit, um über sein Rennen zu reden.

Von unserem Korrespondenten Pol Daix

 

Tageblatt: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Rennen?

Claude Lucas: Sehr, da ich eine gute Leistung gezeigt habe und meinen ersten nationalen Titel auf der 70.3-Distanz erobern konnte.

Wie sehen Sie Ihr Abschneiden bei den drei Disziplinen?

Beim Schwimmen war das Wasser ziemlich warm. So kam es, dass die letzten 400 Meter schwieriger waren, weil mein Körper zu warm wurde. Was das Radfahren betrifft, so war ich die ganze Zeit über alleine unterwegs, was es nicht leichter machte, da der Wind doch spürbar war. Ich habe versucht, mein Rennen zu fahren und ein regelmäßiges Tempo einzuschlagen. Ich wusste nicht, wo meine Gegner dran waren, so dass ich mich nur auf meinen Rhythmus konzentriert habe.

Den herausgeholten Vorsprung konnte ich beim Laufen gut verwalten. Ich wusste hier, dass meine Gegner einen gewissen Rückstand hatten (um die 8 Minuten, Anm. d. Red.). Somit habe ich nicht mehr versucht, mich zu verausgaben, sondern einfach meinen Laufschritt gehalten.

Gab es im Laufe des Rennens keine kritischen Momente?

Von der Atmung und der Muskulatur her fühlte ich mich das ganze Rennen über sehr gut. Bei Kilometer 17 bis 18 musste ich etwas herausnehmen, da ich mit minimalen Krämpfen im Ischias-Bereich zu kämpfen hatte. Ich verpflegte mich dann aber gut, nahm etwas Tempo heraus und änderte meine Atmung.

Hatten Sie keine Zweifel daran, dass Dany Papi Ihnen gefährlich werden könnte beim Laufen?

Eigentlich ist Papi (Dany) der bessere Läufer von uns beiden. Als ich dann aber die Zwischenstände mitgeteilt bekam, war ich ziemlich zuversichtlich, dass es klappen würde, auch weil ich mir einen großen Vorsprung auf meinen zwei besseren Disziplinen erkämpft hatte.

War es für Sie ein Vorteil, das Rennen von vorne zu gestalten?

Dies war nun zum ersten Mal der Fall. Ich wusste nicht wirklich, wie ich das gestalten sollte. Deswegen habe ich beim Schwimmen forciert und beim Radrennen einfach mein Rennen gemacht. Danach versuchte ich nur noch zu verwalten. Es war auch mental nicht einfach, da es neu für mich war, bereits im Vorfeld zu wissen, dass ich alleine auf dem Rad unterwegs sein würde – ohne jetzt negativ gegenüber anderen Athleten sein zu wollen.

Es waren nur drei Luxemburger bei der Elite am Start. Wie sehen Sie diese Entwicklung?

Es ist wirklich schade, dass nur so wenige antreten. Für mich gibt es da nicht viele Erklärungen. Einige suchen sich andere Rennen aus. Wiederum andere wie Philippe Lamberty sind leider verletzt und können nicht antreten. Es ist einfach schade für den Luxemburger Triathlon.

Stellt das auch ein Problem bei Ihrer Weiterentwicklung dar?

Das regelmäßig harte Training mit Philippe Lamberty, meiner Meinung nach dem besten luxemburgischen Triathleten auf der Langdistanz, nutzt mir doch schon viel in meiner Weiterentwicklung. Klar ist aber auch, dass der Konkurrenzkampf in einem dichteren Teilnehmerfeld sicher auch zu Leistungssteigerungen beitragen würde.

Wie sieht Ihr Terminkalender mit den Rennen in naher Zukunft aus?

Ich starte in fünf Wochen bei der kompletten Ironman-Distanz in Zürich. Dann werde ich auch bei der Weltmeisterschaft 70.3 in Aix starten, für die ich mich qualifiziert habe. Hier im Land werde ich bei den Rennen in Weiswampach und Echternach am Start sein.

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