So wie üblich waren die grünen Schlachtenbummler im Stade John Grün in Mondorf in der Überzahl. Aber am Donnerstag war es das Grün der USH- und nicht der USM-Vereinsfarben. Canach musste auf nicht weniger als vier gesperrte Stammspieler verzichten, indes Hostert in Bestbesetzung auflief. Canach setzte das erste Ausrufezeichen durch eine Volleyabnahme von Ferro (3.). Dann musste Pleimling einen Dervisevic-Distanzschuss parieren. Das 1:0 ließ nicht lange auf sich warten, Ferro bediente Seck in die Tiefe und der Canacher Angreifer (9.) gab Pleimling das Nachsehen.

Traumtor

Fast postwendend der Ausgleich (11.) durch einen Patzer von Négi. D. Stumpf umkurvte Moreira und glich aus. Das 2:1 war ein Treffer, der zumindest das Prädikat „Tor des Monats“ verdiente. Einen Freistoß ließ Seck von der Brust abtropfen und sein herrlicher Fallrückzieher (20.) landete genau unterm Lattenkreuz. Hostert lief nun erneut einem Rückstand hinterher, indes Canach nun etwas tiefer stand und sich aufs Kontern verlegte. Nach Pomponi-Zuspiel verzog Rougeaux nur knapp. Mit dem verdienten 2:1-Vorsprung für Canach ging es in die Kabinen.

Per Kopfball zwang Négi Pleimling zu einer Glanzparade. Im Gegenstoß fing sich Canach einen klassischen Konter ein. Rougeaux war im Laufdell schneller als Hoeser und lochte zum 2:2 ein.

Partie drohte zu kippen

Die Partie drohte nun komplett zu kippen. Hoeser foulte Drif, doch Moreira (58.) parierte Pomponis Strafstoß. Hostert war nun die klar überlegene Elf. Canach war ziemlich verunsichert und hatte in dieser Phase das Glück des Tüchtigen. Die Partie hatte sich fast ausschließlich in die Canacher Hälfte verlagert. Dank Moreira hielt der Erstligist vorerst das 2:2. Die einzige Canacher Chance in Hälfte zwei vergab Maurer (85.). Auch in der Verlängerung stand Moreira zunächst im Blickpunkt, doch nun war die Partie wieder komplett ausgeglichen.

Im Elfmeterschießen hatte die USH die besseren Schützen und der Erfolg war keineswegs unverdient.

Lex Bruch