Strassen ist mittlerweile seit zehn BGL-Ligue-Spieltagen ungeschlagen. Ralph Schon, der Schlussmann der Elf der Stunde, erklärt, warum der Erfolg nichts mit Zufällen zu tun hat und verheimlicht nicht, dass die Europa League ein sehr reizvoller Gedanke ist. Ein Sieg gegen RFCU Lëtzebuerg am Samstag wäre ein weiterer Riesenschritt.

Die Gründe des Erfolgs

Abstiegskampf, Klassenerhalt (als Tabellen-11.), Trainerwechsel: Die UNA Strassen hatte eine unruhige Saison 2017/18 erlebt. Das neue Meisterschaftsjahr begann furios, doch schnell schwappte für die Elf von Manuel Correia die Euphorie in Ernüchterung um. Anfang November standen die Vorstädter auf einem direkten Abstiegsplatz (7 Niederlagen, 13:22 Tore). „Gegen Rümelingen haben wir dann gesehen, dass wir auch zuhause Tore schießen können“, beschreibt Torwart Ralph Schon den Auftakt der positiven Serie, die noch immer Bestand hat. Während die Abwehr deutlich sicherer steht und in zehn Spielen nur sechs Gegentreffer kassierte, hat die variable Sturmreihe seither 22 Mal den Weg ins gegnerische Tor gefunden.

Die Qual der Wahl

Gleich mehrere Angreifertypen stehen dem Trainer zur Verfügung. „Sully und Runser sind die beiden, die viel arbeiten und dem Gegner wehtun. Sie stören schon sehr früh beim Aufbau“, erklärt Schon. Mit Jager hat Strassen einen Stürmer, der mit seinem gefährlichen Schuss „aus allen Positionen“ bereits neunmal erfolgreich war. „Und dann gibt es noch Ruppert, den klassischen Strafraumstürmer.“

Der Ausblick

Die UNA hat ihr Saisonziel bereits erreicht – und vor dem 21. Spieltag bereits mehr Punkte einfahren als bei der Endabrechnung 2017/18. „Wir haben keinen Druck. Ziel war es, die Klasse zu halten. Alles, war jetzt noch kommt, ist Bonus“, sagt Schon.

Europa League

An diesem Wochenende könnte Strassen zum ersten Mal seit August 2018 wieder auf Platz vier, einem möglichen Europa-League-Rang, stehen. Langsam, aber sicher muss sich der Verein mit der Möglichkeit einer Teilnahme am Europacup auseinandersetzen. Während Kapitän Agovic oder Routinier Ben Payal bereits in den Genuss dieses Wettbewerbs gekommen sind, wäre es für den 29-jährigen Nationaltorwart eine Premiere. Als „unheimlich reizvoll“ beschreibt Schon diese Möglichkeit. „Wir lassen uns davon nicht verrückt machen. Wenn es nicht reicht, ist es kein Weltuntergang.“ Für den Schlussmann der FLF-Auswahl hätte dies übrigens zu bedeuten, dass er nach den beiden Terminen mit der Nationalelf gleich wieder in der Europa League ran müsste. „Das nehme ich gerne in Kauf“, meint er.

Die Meisterschaft

Nachdem Strassen im Vorjahr in den Abstiegskampf verwickelt war, schloss die Mannschaft in den zwei Saisons zuvor jeweils auf Platz fünf ab. Laut Schon ist es kein Zufall, dass man seine Kollegen erneut weit vorne in der BGL-Ligue-Tabelle wiederfindet. „Damals hatten wir öfters das Glück auf unserer Seite“, blickt er auf seine erste Saison im „Complexe Jean Wirtz“ zurück. „In dieser Saison ist das Niveau der Liga noch einmal gestiegen. Es ist kein Zufall, dass die Mannschaften, die jetzt oben sind, auch dort stehen. Es handelt sich nur um starke Teams. Spielerisch haben wir heute noch viel mehr Potenzial als vor drei Jahren.“

Der nächste Gegner

Damit die Europa-League-Träume nicht zerplatzen, muss Strassen seine beeindruckende Serie heute Abend im Derby gegen den RFCUL ausbauen. Ein unangenehmer Gegner. Schon warnt vor Dan da Mota und schwärmt von der Defensive des Gegners: „Sie haben einen Torwart (Ruffier), der schon lange Zeit auf einem hohen Niveau spielt. Insgesamt ist ihre Defensive sehr stark.“ Andererseits haben Runser und Co. seit November jedes Mal getroffen …

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