In seinem dritten Gruppenspiel der Europa League kassierte der Luxemburger Meister F91 Düdelingen beim FC Sevilla eine 0:3-Niederlage. Im zweiten Spiel der  Gruppe A teilten Qarabag und Apoel Nikosia die Punkte. Damit bleibt die Elf aus der “Forge du Sud” vor dem Heimspiel gegen den Tabellenführer FC Sevilla (7. November) auf Platz 3. 

Vor drei Wochen fand im Stade Josy Barthel das “Drohnenspiel” statt. Das Sportliche war am besagten Abend gegen Qarabag Agdam in den Hintergrund gerückt – und der wertvolle Dominik Stolz fehlte krankheitshalber. Beides änderte sich am Donnerstag im Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán. Doch wieder einmal musste F91-Coach Crasson auf einen deutschen Stammspieler verzichten: In Spanien fehlte Pokar verletzungsbedingt.

Sevilla legte in seiner Heimat los wie die Feuerwehr: Nach nur drei Minuten musste F91-Keeper Joubert gegen Escudero eingreifen. Düdelingen war gleich hellwach und gut in die Partie gestartet. Cools (nach Freistoß) und Sinani (nach Ecke) sorgten für erste Präsenz im gegnerischen Strafraum. Für die Truppe von Coach Crasson spielte sich das Geschehen – wie zu erwarten – bei den nur 29 Prozent Ballbesitz nach 20 Minuten allerdings eher in der eigenen Hälfte ab. Dabbur (10. und 16.) stellte die defensiv eingestellten Gäste vor Probleme, einen Kopfball von Vazquez lenkte Joubert mit den Fäusten über die Latte (19.).

Die Favoriten drängten den Luxemburger Meister zwar permanent nach hinten, doch fünf Ecken und elf Torschüsse nach einer halben Stunde hatten nichts eingebracht. Die beste Möglichkeit der Gäste hatte Sinani in der 40.: Sein Schuss flog wenige Zentimeter am Gehäuse vorbei. Crasson fasste sich an den Kopf – entgegen des Spielverlaufs hätte dieser Versuch fast die Partie gedreht. Zwischenzeitlich hatte übrigens Lesquoy seine zweite Gelbe der Gruppenphase gesehen und wird das kommende Europa-League-Duell am 7. November im Stade Josy Barthel gegen den gleichen Gegner verpassen.

So ging es torlos in die Pause. Doch die Hoffnungen, das Unentschieden so lange wie möglich halten zu können um den Druck auf die Spanier zu erhöhen, platzten sogleich. Der dritte Kopfballversuch von Vazquez (in der 48.) passte. Nach einer Flanke von Torres kam er unbedrängt zum Abschluss. Vazquez’ Torhunger war damit allerdings nicht gestillt: Als Joubert in der 75. einen Schuss von Munir abwehrte stand er wieder goldrichtig und donnerte das Leder zur 2:0-Führung ins Netz. Doch es kam noch dicker – denn Munir erhöhte nur drei Minuten später auf 3:0.

Im anderen Gruppenspiel gab es ein 2:2-Remis zwischen dem Tabellenzweiten Qarabag Adgam (3 Spiele, 4. Punkte) und Schlusslicht Apoel Nikosia (3 Spiele, 1 Punkt).

Statistik: 

FC Sevilla: Bounou – Pozo, Koundé, Sergi Gomez (70. Diego Carlos), Escudero – Rony Lopes (59. Gil), Gudelj, Vazquez – Oliver Torres, L. de Jong (52. Munir), Dabbur

F91: Joubert – Bouchouari, Schnell, Cools, Lesquoy – Bougrine (81. Natami), Morren, Stolz (79. Bettaieb) – Lavie, Sinani, Bernier (76. Klapp)

Schiedsrichter: Papapetrou – Petropoulos, Aptosoglou (alle GRE)

Gelbe Karten: Pozo – Lesquoy

Torfolge: 1:0, 2:0  Vazquez (49., 75.), 3:0 Munir (78.)

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