Der Presse ist es seit Montag nicht mehr erlaubt, sich am Trainingsgelände der Nationalmannschaft in Lipperscheid aufzuhalten. Ein vermeintlicher weißrussischer Spion hätte aber ohne Probleme ein Zimmer im Teamhotel reservieren können.

Tageblatt-Leser Guy van Hulle gab sich gestern als Boris Godunow (Bild) aus und versuchte mit russischem Akzent ein Zimmer bis Freitag zu buchen. Das freundliche Personal des Hotels teilte ihm telefonisch mit, dass es selbstverständlich kein Problem sei, in den nächsten Tagen auf den Koppen von Lipperscheid zu nächtigen.

Boris Godunow herrschte von 1598 bis 1605 über Russland

Auf dem von Hecken und Gebäuden umgebenen Fußballplatz auf dem Hotelgelände wäre es ein Leichtes für einen Spion gewesen, ein kleines Plätzchen zu finden und die taktischen Anweisungen von Nationaltrainer Luc Holtz auszuspähen.

Aber man kann dem Hotelpersonal diese Freundlichkeit auch nicht verübeln. Boris Godunow war immerhin von 1598 bis 1605 Zar von Russland. Und wer sagt schon Nein zu einer königlichen Hoheit!

Ob van Hulle beziehungsweise Godunow sich ein paar Nächte im Kreise der “Roten Löwen” gönnen wird, wollte er am Dienstag noch nicht verraten.

1 Kommentar

Kommentieren Sie den Artikel


Please enter your comment!
Please enter your name here