Stefano Bensi wohnte am vergangenen Samstag dem Meisterschaftsspiel des belgischen Zweitligisten Deinze gegen den RFC Liège bei (siehe „T“ vom vergangenen Mittwoch) und unterhielt sich nach der Partie mit den KMSK-Klubvertretern.

Diese unterbreiteten dem 20-jährigen Luxemburger sogleich ein konkretes Angebot. „’Ech hunn eng Propositioun vun Deinze an der Täsch’“, so der Rümelinger Angreifer zum Interesse der Belgier: „Si proposéiere mir e Kontrakt vun anerhallef Joer plus eng Optioun vun engem Joer.“
Unterschrieben ist aber noch nichts, was einerseits an Virton – dem zweiten belgischen Zweitligisten, der Stefano Bensi gerne an sich binden würde –, andererseits an der US Rümelingen liegt.
Virton hat nämlich den Kampf nicht aufgegeben und wird sich heute nochmals beim Luxemburger melden: „Virtons Trainer ruft mich morgen (heute, d. Red.) an“, so Stefano Bensi gestern zu seiner zukünftigen Fußballer-Karriere. Dass der Angreifer die USR verlassen wird, betonte Stefano Bensi gestern auf Nachfrage hin: „Ja, allerdings müssen sich die Klubs noch untereinander einigen.“

Kein Geld,kein Wechsel

Wobei „einigen“ so viel bedeutet wie sich über die finanzielle Entschädigung zu einigen, hat doch Stefano Bensi noch einen gültigen Vertrag bei der USR bis Saisonende. Rümelingens Präsident Gérard Jeitz ist konkret: „Wir haben viel Geld in Stefano investiert, klar wollen wir eine finanzielle Entschädigung. Wenn ich höre, dass Virton uns nicht entschädigen will, kann ich nur sagen: Dann ist klar, dass er dorthin im Winter nicht wechselt. Wir haben von Beginn an betont, ihm keine Steine in den Weg legen zu wollen, dann sollen die interessierten Vereine aber Kontakt zu uns aufnehmen und mit uns über die Modalitäten diskutieren. Ob Virton oder Deinze – beide wissen, wo Stefano spielt. Dann sollen sie hierher kommen und mit uns diskutieren.“
Virton hat erst kürzlich angedeutet, keine finanzielle Entschädigung für Stefano Bensi an Rümelingen bezahlen zu wollen. Ob Deinze gewillt ist dies zu tun, ist nicht klar.
Ebenfalls ungewiss ist, in welcher Liga Deinze nächste Saison spielen wird, schwebt der Verein aus Ostflandern doch nicht erst seit der 1:2-Heimniederlage vom vergangenen Samstag gegen den RFC Liège in akuter Abstiegsgefahr. „Deinze ist sicherlich ein Risiko, man wird abwarten müssen, wie es weitergeht, haben sie doch nur drei Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Bereits gegen Liège hätten sie gewinnen können, lagen sie doch bis zur Roten Karte in Führung“, so Stefano Bensi über den derzeitigen Tabellen-17.
Etwas besser platziert ist Virton, derzeit auf Rang 13. Allerdings verlor auch der Excel am Samstag mit 1:2 zuhause, gegen Waasland. Der Neo-Luxemburger Guy Blaise, der Gelb sah und deshalb im nächsten Spiel (11. Januar 2009 bei Brussels) pausieren muss, prangerte nach der Partie vor allem die Leistung des flämischen Unparteiischen an.
CJ