Bei der Tischtennis-EM in der Coque schnupperten die FLTT-Damen gegen das Team aus Rumänien, das Mitfavorit auf den Titel ist, an der Sensation. Am Ende verloren die Luxemburgerinnen ihr drittes Spiel in der Championship Divison mit 1:3. Damit wird Luxemburg Gruppendritter und schrammt somit knapp am Viertelfinale vorbei.

Xia Lian Ni (ER 20) wuchs in der ersten Partie über sich hinaus und knüpfte an alte Zeiten heran. Die 54-Jährige spielte fast während der ganzen Begegnung auf Weltklasse-Niveau und brachte Daniela Monterio Dodean (ER 13) mit ihrem Variationsspiel zur Verzweiflung. Am Ende sicherte sich Ni unter tobendem Applaus der vielen luxemburgischen Fans die 1:0-Führung (11:6, 14;12, 11:13, 11:9) für Luxemburg.

Danach war Danielle Konsbruck (ER 152) am Zug, die aus taktischen Gründen diesmal als die Nummer zwei des luxemburgischen Teams fungierte. Die FLTT-Vertreterin musste sich mit Elizabeta Samara, der Nummer sieben aus Europa, messen. In diesem ungleichen Duell bot Konsbruck der Rumänin in den beiden ersten Sätzen die Stirn (8:11, 8:11), ehe Samara das Heft im dritten Durchgang in die Hand (3:11) nahm.

Im dritten Duell trafen mit Sarah de Nutte (ER 44) und Bernadette Szocs (17) zwei Angriffsspielerinnen aufeinander. Beide lieferten sich einen erbitterten Schlagabtausch über fünf Sätze, mit dem besseren Ende für die Favoritin. De Nutte zeigte aber mehrmals ihr Potential und musste sich im letzten Durchgang ganz knapp mit 11:9 geschlagen geben.

Damit war die Euphorie ein wenig dahin. Samara machte später mit Ni kurzen Prozess (9:11, 8:11, 4:11).

FLTT-Herren schlagen sich wacker

Die FLTT-Herren, die bekanntlich per Wildcard in der Championship Division antreten dürfen, mussten sich auch in ihrem zweiten Spiel geschlagen geben. Am Ende verloren Michely, Glod und Co. – trotz ansprechender Leistung – mit 0:3 gegen Russland. Positiv festzuhalten ist, dass sich jeder der drei FLTT-Vertreter einen Satz schnappen konnte.

Gilles Michely (ER 231) machte gegen Grigory Vlasov (ER 46) den Anfang. Der Düdelinger trat ohne Furcht an und konnte sich nach einem verlorenen ersten Satz den zweiten Durchgang mit 11:8 sichern. Danach schaltete der Russe einen Gang hoch und ließ in den folgenden Sätzen (11:0, 11:3) nur noch ganz wenig zu.

Eric Glod (ER 195) und Sadi Ismailov (ER 89) lieferten sich über die gesamte Partie ein Duell auf Augenhöhe, doch am Ende musste der FLTT-Vertreter dem Russen den Vortritt lassen (11:8, 9:11, 7:11, 8:11).

Zwischen den beiden Teenagern Luka Mladenovic (ER 239) und Vladimir Sidorenko (ER 174) ging es in den ersten drei Durchgängen ebenfalls spannend zu. Auch im vierten Satz konnte Mladenovic zunächst noch vier Matchbälle abwehren, ehe Sidorenko den Sack zumachen konnte.

Schweden übermächtig

Im letzten Gruppenspiel gegen Schweden kamen Traian Ciociu und Marc Dielissen zu ihrem ersten Einsatz bei dieser EM. Beide hatten aber gegen die übermächtigen Schweden keine Chance. Auch Luka Mladenovic war machtlos gegen seinen Gegner.

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