Kroatien - Spanien

18. Juni 2012 04:31; Akt: 18.06.2012 05:15 Print

Versprechen: Es gibt kein zweites GijonVersprechen: Es gibt kein zweites Gijon

Im letzten Gruppenspielkämpfen Spanien und Kroatien nicht nur um den Viertelfinaleinzug. Beide Teams sehen sich ausgerechnet mit italienischen Manipulationsverdächtigungen konfrontiert – und widersprechen deutlich.

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Für Spaniens Stürmer Alvaro Negredo war die Sache bei der Pressekonferenz am Samstag klar: „Wenn sie (Italien) ausscheiden, Pech gehabt.“ (Bild: AFP / Pierre-Philippe Marcou)

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Ein zweites Gijon? Die Schande von Danzig? Die Italiener stellen die wildesten Verschwörungstheorien auf, doch das kommt dem Weltmeister spanisch vor. „Dummheiten“, nennt Spaniens Abwehrspieler Raul Albiol die Spekulationen, er und sein Mitspieler könnten sich im letzten Gruppenspiel gegen Kroatien am Montagabend (18.06.12 - 20.45 Uhr, ZDF, La 2, TF1) irgendwie mit dem Gegner arrangieren.

Die Ausgangslage in der Gruppe C ist klar. Welt- und Europameister Spanien reicht bereits ein Unentschieden zum Einzug ins Viertelfinale. Bei einem anderen Remis als 0:0 oder 1:1 wäre im Falle eines italienischen Sieges auch Kroatien sicher in der Runde der letzten acht – und Italien draußen. Mitleid darf die „Squadra Azzurra“ aber nicht erwarten. „Wenn sie ausscheiden, Pech gehabt. Dann hätten sie ihre Hausaufgaben vorher machen müssen“, sagte Spaniens Stürmer Alvaro Negredo.

Die Verdächtigungen aus Italien über eine „Schande von Danzig“ halten seit dem zweiten Vorrundenspieltag am Donnerstag an. Im Land des viermaligen Weltmeisters wird ein ähnlicher Nichtangriffspakt wie zwischen Deutschland und Österreich bei der WM 1982 im spanischen Gijon befürchtet.

„Wir sind Sportler“

Spaniens Weltmeister-Trainer Vicente del Bosque kann die ganze Aufregung nicht verstehen. Denn: „Wir spielen auf Sieg. Wir sind doch Sportler.“ Ähnlich äußerten sich auch die Kroaten. Als „Quatsch“ bezeichnete Mario Mandzukic das Gerede um eine mögliche Spielabsprache: „Wir können gegen Spanien nicht auf Unentschieden spielen, und das werden wir auch nicht. Das ist nicht unsere Art. Wir werden alles geben.“

(sid/Tageblatt.lu)