Am Samstag um 18 Uhr ist das WM-Qualifikationsspiel Luxemburg gegen Schweden in Stockholm. Die Gegner im Porträt.

Wenn man Schweden mit Fußball verbindet, kommt meist nur ein Gedanke auf: Zlatan Ibrahimovic. Von 2001 bis 2016 kickte der mittlerweile 36-Jährige für die Nationalelf, schoss sich dabei in 116 Spielen mit 62 Toren zum Rekordtorschützen. Zu den besten Zeiten der “Blagult”, wie die Nationalmannschaft in Schweden genannt wird, war Ibrahimovic entweder nicht mal geboren oder noch nicht aktiv.

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Bei Olympia 1948 holte man Gold, bei der Weltmeisterschaft 1950 wurde man Dritter und bei der Heim-WM 1958 verlor man im Finale gegen Brasilien. Vor 51.800 Zuschauern unterlag Schweden in Sosna klar mit 2:5 gegen die Seleção. Pelé trug mit seinen zwei Treffern dazu bei, dass Schweden bis heute die einzige Mannschaft bleiben sollte, die als Ausrichter ein Finale verlor. Lange Zeit danach passierte nicht viel in der schwedischen Fußball-Nationalmannschaft. Erst 1992 konnte man bei der Europameisterschaft im eigenen Land das Halbfinale erreichen, in dem aber gegen den damals amtierenden Weltmeister Deutschland um Andreas Brehme und Jürgen Klinsmann das Aus kam.

Im Halbfinale gegen Brasilien

Der nächste Achtungserfolg gelang den Schweden zwei Jahre später bei der Weltmeisterschaft in den USA. In der Gruppenphase reichten zwei Unentschieden gegen Brasilien und Kamerun sowie ein Sieg gegen die Russen, um sich als zweiter für die K.o.- Runde zu qualifizieren. Rund 92.000 Zuschauer im Rose-Bowl-Stadium mussten dann mit ansehen, wie die Schweden abermals gegen die Brasilianer im Halbfinale scheiterten. Das entscheidende 1:0 erzielte Romario in der 80. Minute. Das folgende Spiel um Platz drei wurde souverän mit 4:0 gegen Bulgarien gewonnen.

Auch Henrik Larsson war damals Teil des Kaders. Larsson wurde im Jahr 2005 vom schwedischen Fußballverband als “König der schwedischen Fußballgeschichte” ausgezeichnet, nachdem er unter anderem in sieben Jahren 221 Spiele für Celtic Glasgow absolvierte, bevor er zwei Jahre beim FC Barcelona spielte.

Auf dem richten Weg

Trotz einiger prominenter Namen brachten es die “Tre Kronor” bei den letzten Turnieren zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis. Bei den letzten drei Europameisterschaften reichte es wenigstens noch für die Qualifikation zur Vorrunde, während die letzte Qualifikation für eine WM schon elf Jahre zurückliegt. 2006 hatte man von den Namen her die wohl beste schwedische Nationalelf auf dem Rasen stehen: Isaakson, Mellberg, Ljungberg, Kallström, Ibrahimovic und Larsson waren die Hoffnungsträger, die allerdings im Achtelfinale sehr unglücklich gegen Deutschland scheiterten.

Doch die Schweden befinden sich auf dem richtigen Weg. So wurde ihre U21 2015 in Tschechien zum zweiten Mal nach 1992 Europameister. Mit Emil Forsberg, Victor Lindelöf oder John Guidetti hat Nationaltrainer Janne Andersson ein paar junge Talente in seinen Reihen, die im Kollektiv agieren und das Publikum in den letzten Spielen auf ihre Seite ziehen können.

Pascal Gillen

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