Dank eines Weltrekordes im Kreuzheben (387,5 kg) holte der COSL-Elite-Kader-Athlet einen Rückstand nach zwei Disziplinen auf und wiederholte seinen Coup aus dem Vorjahr.

Coimbra setzte die neue Weltrekordmarke im Total auf 1047,5 kg, ein Plus von 35 Pfund. Coimbra besiegte den Russen Konstantin Lebedko dank des leichteren Körpergewichtes, auf Rang drei folgte der Ukrainer Vadyn Dovganyuk mit 1035 kg.

Nach einem ersten Sicherheitsversuch von 380 kg konnte Coimbra den zweiten Versuch mit 400 kg nicht fixieren und er musste wiederholten. Der Russe erzielte dieselbe Last, indes der Ukrainer mit 410 kg davon zog und der Pole Jacek Wiak bei 385 kg hängen blieb. Coimbra war weiterhin auf Medaillenkurs. In der eher schwächeren zweiten Disziplin – dem Bankdrücken – stellte Coimbra zwar den Landesrekord Kilo ein (260 kg), die direkte Konkurrenz war dem Kraftsportler aber enteilt. Die Hoffnungen auf eine Medaille waren zu diesem Moment des Wettkampfes stark geschrumpft. Hier zeigte der Ukrainer Dovganyuk mit drei phantastischen Weltrekorden seine ganze Klasse- er schraubte die Marke auf 315 kg, indes Lebedko mit 295 kg folgte. Nach der Zwischenwertung hatte nun Coimbra einen Rückstand von 65 kg auf den Ukrainer und 35 kg auf den Russen. Der WM-Titel war in weite Ferne gerückt, eine Medaille war aber zu erwarten, da der Pole Wiak eine Nullserie vorlegte.

Großartiger Kampf

Nun schlug aber die Stunde von Coimbra, der alles auf eine Karte setzte und sich den Titel holen wollte. Im Kreuzheben – seiner Paradedisziplin – setzte der Modelathlet noch Kräfte frei und schaffte die fast 8 Zentner-Last unter dem Applaus der Zuschauer. Wieder einmal hatten sich den Ukrainer und der Russe den Titel abschminken müssen, der hart umkämpfte Vorsprung war dahin und Coimbra ließ sich als Weltmeister feiern. Der neue Weltpräsident Gast Parage aus Luxemburg überreichte die Medaille.

Die Selektion für die Weltspiele im nächsten Jahr in Cali schaffte Coimbra auch auf Anhieb. Das gesteckte Ziel von 1.050 kg muss nun revidiert werden. Coimbra scheint bei wichtigen Turnieren in Bestform zu sein.

GB/Tageblatt.lu