Seit Donnerstag (7.11.) finden die Para-Weltmeisterschaften in der Leichtathletik in Dubai statt. In dem Wettbewerb, der noch bis zum 15. November dauert,ist der Luxemburger Tom Habscheid am Sonntag um 20.08 Uhr (Lokalzeit) im Einsatz.

Von Pierrot Feltgen

Im Diskus hat es Tom Habscheid vor zwei Jahren bei der WM auf den Silbermedaillenplatz geschafft. Aktuell steht dieser Wettbewerb in den Klassen F42 und F63 nicht mehr im Programm. Dafür aber das Kugelstoßen. Mit der Kugel hat Habscheid bisher bei der Weltelite noch jedes Mal den Sprung aufs Podest verpasst. In Rio 2016 schaffte er es ins Finale (7.) und bei der WM 2017 in London fehlten winzige acht Zentimeter auf den Bronzeplatz.

In Dubai will der CAD-Athlet endlich eine Medaille in dieser Disziplin auf internationalem Parkett gewinnen. In seiner Kategorie (F63) hält der Düdelinger seit dem 26. Februar die Welt rekordmarke mit 14,97 Metern, – dennoch will dies nicht heißen, dass er Favorit auf Edelmetall ist. Denn bei den internationalen Wettbewerben werden die Klassen F42, F61 und F63 zusammengefügt. Und hier findet sich ebenfalls der Überflieger der letzten Europa- und Weltmeisterschaften, der Waliser Aled Davies, wieder. Dieser hat eine Bestmarke von 17,52 Metern, eine Weite, die von der vorherigen WM 2017 in London stammt. In dieser Saison hat Davies bereits 15,45 Meter weit gestoßen.

Habscheid weiß, dass er sich nochmal steigern muss, um einen Platz auf dem Podium zu erreichen: „Auch wenn mein letzter Lehrgang in Zypern nicht optimal verlief, da ich krank angereist war, bin ich jetzt zuversichtlich. Seit einer Woche trainiere ich in Dubai, wo ich auf starke Konkurrenz treffe. Ich muss wohl über 15 Meter stoßen, um eine Medaille zu gewinnen. Neben Davies haben auch schon der Iraner Sajah Mohammadian sowie der Usbeke Mukhammad Rikhsimov die 15-Meter-Grenze übertroffen.“

Qualifikation für Tokio 2020

Habscheid kennt die Verhältnisse in den Emiraten gut von zahlreichen Wettbewerben in der Region und hat keine Probleme mit maximalen Temperaturen um die 30 Grad. Allerdings kühlt es abends auf 20 Grad ab. Auch sein Trainer Fernand Heintz kann nur Positives berichten. „Die Form ist gut und Tom hat sich auf technischer Ebene stabilisiert. Er wird topfit in den Wettkampf gehen. An einem sehr guten Tag ist alles möglich.“

Neben dem WM-Titel steht zudem die Qualifikation für die Paralympics auf dem Plan. Eine Platzierung unter den besten vier bei neun Teilnehmern öffnet den Weg nach Tokio. Eine weitere Möglichkeit für einen Startplatz in Japan bietet sich ansonsten bis April über die Weltrangplatzierung.

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