Mit dem Turnier in Strassen im November begann die Indoor World Series im Bogenschießen. Am Wochenende fand das Finale in Las Vegas statt, für das sich mit Mariya Shkolna und Pit Klein auch zwei Luxemburger qualifiziert hatten.

Strassen, Macau, Rom, Seoul, Nîmes und Las Vegas: Die neu eingeführte Indoor World Series im Bogenschießen umfasste fünf Stationen. Um sich für das große Finale zu qualifizieren, das am Wochenende im Rahmen des letzten Wettbewerbs in Las Vegas ausgetragen wurde, mussten die Schützen an mindestens drei Turnieren teilgenommen haben. In den USA, wo es an den ersten beiden Tagen noch um die Platzierungen für das Finale ging, zogen mit Pit Klein und Mariya Shkolna zwei luxemburgische Schützen ins Finale ein, für das sich nur jeweils 16 Athleten qualifizieren konnten.

“Es ist ein tolles Gefühl, wenn man dort steht und weiß, dass es nur 16 Schützen bis hierhin geschafft haben”, beschrieb Pit Klein seine Erfahrung in Las Vegas. Der Recurve-Spezialist war einer der Hauptorganisatoren des Turniers in Strassen, weshalb er hier auch nicht an den Start ging. In Nîmes und Rom sicherte sich der 22-Jährige dann jedoch die entscheidenden Punkte und zog als 14. ins Finale ein. Hier sollte er jedoch gleich in der ersten Ausscheidungsrunde auf den großen Favoriten Steve Wijer treffen, der im November in Strassen ganz oben auf dem Treppchen gestanden hatte.

Klein verlor das Duell folglich dann auch mit 1:7. Der Niederländer zog hingegen weiter bis ins Goldmatch, in dem er in einer spannenden Begegnung den US-Amerikaner Brady Ellison erst im Stechen besiegte. Klein, der in den vergangenen Monaten einige technische Umstellungen vornahm, zieht jedoch ein positives Fazit von der World Series: “Mit der Technik bin ich zufrieden und ich fühle mich auch gut. Auch das Ergebnis ist zufriedenstellend. Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Ergebnisse noch besser werden.”

Zusammen mit Klein ist auch Freundin Mariya Shkolna in die USA gereist. Die gebürtige Ukrainerin tritt inzwischen für Luxemburg an und konnte in den vergangenen Wochen durch mehrere starke Leistungen aufhorchen lassen. Im Dezember schaffte die Compound-Spezialistin bei der dritten Station der World Series sogar den Sprung aufs Podium. In Rom musste sich Shkolna erst im Goldfinale der US-Amerikanerin Alexis Ruiz geschlagen geben und gewann demnach Silber. In Strassen hatte sie zuvor Rang neun belegt, im Januar in Nîmes gab es dann Position 17.

Als Zehnte zog die 21-Jährige somit in Las Vegas ins Finale ein. In der ersten K.o.-Runde besiegte Shkolna dann die Italienerin Marcella Tonioli mit 146:143, im Viertelfinale war jedoch gegen Sarah Prieels Schluss (146:148). Die Belgierin war als Zweite ins Finale der World Series eingezogen und schaffte damit auch den Sprung ins Goldmatch, das sie allerdings gegen die Russin Viktoria Balzhanova verlor. Beide FLTA-Athleten konnten gegen die Top-Athleten ihrer Sportart wertvolle Erfahrung sammeln und profitieren ebenfalls davon, dass sie nicht alleine zu solchen Wettbewerben reisen müssen: “Es ist wichtig, eine zweite Person dabeizuhaben, so kann man sich gegenseitig unterstützen”, meinte auch Pit Klein.

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