Am Donnerstag geht es im CNT in Esch für die luxemburgischen Fed-Cup- Spielerinnen gegen die Portugiesinnen. Nach dem souveränen Sieg gegen Südafrika sind die FLT- Damen gegen die eher unbekannten Iberer klar favorisiert.

Von Pascal Gillen

Dass es in naher Zukunft mal eine portugiesische Tennisspielerin auf die Titelseite des Sportblatts A Bola schafft, ist eher unwahrscheinlich. Das weiß auch Teamkapitänin Neuza Silva. Geht es in Portugal um Sport, so wird eher über CR7, Benfica Lissabon oder den FC Porto diskutiert. Schaut man auf der Homepage der größten Sportzeitschrift Portugals genauer hin, findet man aber doch einen kleinen Vorbericht zum Fed-Cup-Auftritt der portugiesischen Mannschaft.

„Wir wissen, dass wir nicht die populärste Sportart sind. Aber der Verband macht einen guten Job“, argumentiert Silva. Größtenteils liegt es aber auch an den ausbleibenden Erfolgen der Tennisspieler. Das Fed-Cup-Team befindet sich seit 2011 nun zum ersten Mal wieder in Gruppe 2. Im Februar des letzten Jahres stiegen die Portugiesinnen beim Turnier in Estland ab. Weder Großbritannien noch Estland oder Schweden konnten besiegt werden.

Nachwuchsspielerinnen

Seit 2016 betreut Neuza Silva die Mannschaft als Kapitänin. Mit dem gestrigen Auftritt ihrer Schützlinge war die 36-Jährige zufrieden. Nach einem harten Kampf im Doppel verloren die Portugiesinnen nur knapp mit 1:2 gegen Israel. „Es ist hart, wenn du so knapp verlierst. Wir haben aber alles gegeben und können stolz auf unsere Leistung sein“. Mit der 17-jährigen Fonte, der 18-jährigen Jorge führen gleich zwei Nachwuchsspielerinnen die Mannschaft an.

Primär geht es für das Team auch deswegen um den Klassenerhalt. Mit der gestrigen Niederlage haben sich die Portugiesinnen keine komfortable Ausgangsposition verschafft. Zudem warten heute die starken Luxemburgerinnen. „Wir wollen sie ärgern. Aber wir wissen auch, dass es schwerer als heute (gestern) wird.“

Dreimal gab es das portugiesisch-luxemburgische Duell bereits, zweimal setzten sich die Portugiesinnen durch. Die letzte Begegnung, die 2008 in Budapest stattfand, ging allerdings an die Luxemburgerinnen. Damals besorgten Claudine Schaul und die heutige Fed-Cup-Kapitänin Anne Kremer die Punkte zum 2:0-Sieg. Für Minella und Kremer ist das portugiesische Aufgebot eine Unbekannte. „Wir wissen nicht viel über unsere Gegnerinnen. Heute hat sie jemand beobachtet, er wird uns mehr sagen können“, so Minella.

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