Der belgische Radprofi Dylan Teuns (Bahrain-Merida) hat mit einem zweiten Platz bei der Bergankunft in Ares del Maestrat das rote Führungstrikot der Spanien-Rundfahrt übernommen. 80 km vor dem Ziel kam es zu einem Massensturz.

Auf der 198,8 km langen sechsten Etappe kam der 27-jährige Dylan Teuns sieben Sekunden hinter dem Spanier Jesus Herrada (Cofidis) ins Ziel. Im Gesamtklassement führt Teuns nun mit 38 Sekunden Vorsprung vor dem Spanier David de la Cruz (Ineos). Der bisherige Spitzenreiter Miguel Angel Lopez (Kolumbien/Astana) kam 5:44 Minuten nach den Ausreißern in der Gruppe der Favoriten ins Ziel und fiel in der Gesamtwertung mit einer Minute Rückstand auf Platz drei zurück.

Massensturz

Im Mittelpunkt der Etappe stand aber ein Massensturz gut 80 km vor dem Ziel. Dabei mussten auch der kolumbianische Sieganwärter Rigoberto Uran und der zuletzt im Gesamtklassement führende Ire Nicolas Roche aufgeben.

Roche und Uran lagen vor der sechsten Etappe auf den Plätzen fünf und sechs mit gut einer Minute Rückstand auf Lopez. Auch Urans Teamkollege Hugh Carthy aus Großbritannien und Victor de la Parte aus Spanien mussten die Rundfahrt im Zuge des Massensturzes beenden.

Luxemburger zeitgleich im Ziel – Kirsch verlängert

Am Freitag wird die Vuelta mit der siebten Etappe über 182,4 km von Onda nach Mas de la Costa fortgesetzt. Dabei werden die Kletterspezialisten gefragt sein: Am Ende der Etappe wartet ein knackiger Anstieg über 3,8 km mit durchschnittlich zehn Prozent Steigung.

Die beiden Luxemburger am Start, Jempy Drucker und Alex Kirsch, kamen zeitgleich als 113. bzw. 114. mit einem Rückstand von 14:21 Minuten auf den Tagessieger ins Ziel. In der Gesamtwertung machten beide zehn Plätze gut. Kirsch ist nun 129. (+42:40), Drucker 146. (+49:11).

Am Rande des Rennens wurde bekannt, dass Alex Kirschs Vertrag beim US-amerikanischen Team Trek-Segafredo um zwei weitere Jahre, bis zum Ende der Saison 2021, verlängert wurde. Kirsch dazu: „Ich bin richtig glücklich darüber, dass meine geleistete Arbeit anerkannt wird und ich das Team mit meinen Leistungen überzeugt habe. Ich fühle mich wohl im Team. Jetzt kann ich mich darauf fokussieren, noch besser zu werden. Mein Hauptziel im nächsten Jahr wird es sein, das Team zu einigen Siegen bei den Klassikern zu führen. Vielleicht springt ja auch der eine oder andere Erfolg bei einem kleinen Rennen für mich heraus.“ Bereits am Dienstag hatte Michel Ries einen Zweijahresvertrag unterschrieben und war damit zum zweiten Luxemburger Profi bei Trek-Segafredo geworden.

(dpa/NL)

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