Der Luxemburger Premier Xavier Bettel hat am Freitag seinen irischen Amtskollegen Leo Varadkar im Staatsministerium zu einem Arbeitsgespräch getroffen. In einer Pressemitteilung der Regierung unterstreicht das Staatsministerium die „exzellenten bilateralen Beziehungen“ beider Länder. Besprochen wurde auch die europäische Aktualität, insbesondere die strategische Agenda der Europäischen Union in den nächsten Jahren und der Brexit.

Irland ist ein Kernthema bei den Ereignissen rund um den Brexit. Das Land ist Mitglied der Europäischen Union und teilt eine Grenze mit dem aus der Union scheidenden Vereinigten Königreich. Beide Seiten wollen keine physische Grenze zwischen den beiden Staaten, werden aber in Zukunft den Warenverkehr zwischen der EU und Großbritannien irgendwie kontrollieren müssen.

Richtiger Zeitpunkt für einen Besuch

Einer Pressemitteilung zufolge sagte Bettel, der Besuch des irischen Premiers käme zum richtigen Zeitpunkt – nach einer wichtigen Versammlung des Europäischen Rates. Viele entscheidende Fragen seien aber noch ungeklärt. Der Besuch biete die Gelegenheit, wichtige Themen zu vertiefen, erklärte Bettel laut Mitteilung.

Zum Thema Brexit sagte Bettel: „Auch wenn wir den Ausgang des Brexitprozesses nicht kennen, denke ich, dass wir uns nicht nur darauf vorbereiten müssen, dass Großbritannien die EU verlässt, sondern auch auf eine Europäische Union ohne das Vereinigte Königreich, mit allen Konsequenzen, die dies haben wird.“ Bettel sagte allerdings, dies könne auch eine Chance sein, um die Kooperation zwischen Luxemburg und Irland zu festigen. „Luxemburg und Irland haben schon immer enge Beziehungen unterhalten: Wir schätzen Irland als engen verlässlichen Partner.“

Die beiden Länder teilen innerhalb der EU eine Menge gemeinsamer Interessen. Das Großherzogtum und Irland seien offene Wirtschaften und förderten einen freien und offenen Handel, so Bettel weiter. Tatsächlich sind sowohl Luxemburg als auch Irland europäische Finanzzentren mit einem starken Fokus auf die Investmentfondsindustrie

1 Kommentar

  1. Die EU hatte erfolgreich wirtschaftlich funktioniert, bevor England beitrat, und wird auch nach dem Austritt weiter gut funktionieren eben nur anders…

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