Der griechische Joghurthersteller Fage zahlt zwei Millionen Euro pro Hektar für das Grundstück im Gewerbegebiet Wolser zwischen Bettemburg und Düdelingen. 

Die Firma Fage lässt sich ihr Grundstück in der Industriezone Wolser zwischen Düdelingen und Bettemburg 30 Millionen Euro kosten. Wie Wirtschaftsminister Etienne Schneider am Dienstag in einer parlamentarischen Anfrage mitteilte, zahlt Fage zwei Millionen Euro pro Hektar an den Staat. Das Fabrikgelände des griechischen Joghurtherstellers ist um die 15 Hektar groß.

Der Joghurthersteller hat dem luxemburgischen Staat das Grundstück abgekauft. “Die Firma Fage wollte Besitzer des Grundstücks werden”, so Schneider. Dass der Staat einer Firma ein Grundstück verkauft, statt es ihr zur Verfügung zu stellen, ist ungewöhnlich. Laut dem Wirtschaftsminister wurde das nur einmal in den letzten fünf Jahren so gemacht.  Normalerweise werden Grundstücke über Baurecht an Unternehmen zur Verfügung gestellt. Das bedeutet, dass die Firmen auf den Grundstücken bauen können. Nach einer gewissen Zeit geht es allerdings zurück an den Staat.

Die Firma Fage sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Unmut. Während Wirtschaftsminister Schneider in ihr ein Unternehmen sieht, das “nachhaltige und natürliche Produkte” herstellt, weisen Kritiker des Projektes immer wieder darauf hin, dass die Fabrik viel Wasser verbrauchen wird und wohl auch nicht so viele Arbeitsplätze schaffen wird. Einer der größten Gegner des Projektes war die grüne Umweltministerin Carole Dieschbourg. Anfang des Jahres lieferte sie sich eine offene Konfrontation mit ihrem Regierungskollegen Etienne Schneider. Der Wasserverbrauch der Firma sei zu hoch und deswegen passe sie nicht in den Plan der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung.

9 Kommentare

  1. Sie froen dem Etienne d’Suen rem? sie verkaafen et fir den Marchéspreis an maachen decken Gewënn mat där doter Dommheet. Lëtzbuerger Betrieber kreien keen Terrain an esou eng Joghurtproduzent kritt en an den A…h geblosen? Dat ass dach schon masseg surpekt. Bretzen muss een sech domader net. An wann ech CC an CDM wier dann gif ech elo deck Stuerm dergeint laafen well et ass net am Sënn vun hiren Memberen. Zumindest net am Sënn vun deenen dei jonk sinn an elo ufänken mussen.

  2. Dëst ass dach och deen Dossier wou engem vum Herr Schneider sengen Agenten een klengt Mëssel an der Rechnung geschitt wor, an wou vunn “60Milliounen Steieren fir de Staat” geschwat gouf, an sech no Recherchen erausgestallt huet, dass et der “450’000” sinn… No esou Sachen kann ech et leider net anescht ophuelen ewéi “vir domm verkaaf ze kinn” an domadder huet den Interlokuteur all Crédibilitéit verluer, egal wat fir eng schéin Argumenter hien opdëscht…

  3. “Der Wasserverbrauch der Firma sei zu hoch und deswegen passe sie nicht in den Plan der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung.” Kein Problem, wir machen einen Deal mit Nestlé. Die schaffen das nötige Wasser schon heran.

  4. Es hilft nichts das Tafelsilber zu verscherbeln um derartige Betriebe anzulocken. Man verkauft halt nur einmal, Im Endeffekt zeigt das Wahlresultat, dass die Menschen derartiges Vorgehen mit öffentlichem Eigentum missbilligen.

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