Zuwanderung hat die EU-Bevölkerung im vergangenen Jahr auf knapp 512 Millionen Menschen anwachsen lassen. Trotz stagnierender Geburtenzahlen war damit ein Anstieg von 1,5 Millionen zu verzeichnen, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Montag in Luxemburg mitteilte.

In Luxemburg ist die Bevölkerung um 1,98 Prozent angewachsen und hat damit den höchsten Bevölkerungszuwachs aller EU-Staaten erlebt. Die natürliche Bevölkerungsveränderung (durch Geburten und Sterbefälle) liegt allerdings bei 0.36 Prozent. Anfang 2016 haben noch 576.200 Menschen im Großherzogtum gelebt. Mittlerweile sind es rund 590.700 Personen. Davon besitzen 47,7 Prozent nicht die luxemburgische Staatsbürgerschaft. Das geht aus den Zahlen des Eurostat über Luxemburg hervor.

Deutschland war zum Stichtag am 1. Januar 2017 mit 82,2 Millionen Einwohnern (16,2 Prozent der EU-Bevölkerung) nach wie vor der größte aller 28 EU-Staaten. Auf Platz zwei folgte mit deutlichem Abstand Frankreich (67,0 Millionen) vor dem Vereinigten Königreich (65,8 Millionen) und Italien (60,6 Millionen). Im Nachbarland Belgien ist die Bevölkerung um 0,48 Prozent gewachsen (11,63 Millionen).

Babyboom in Irland

In der Europäischen Union insgesamt hielten sich im vergangenen Jahr Geburten und Todesfälle mit jeweils 5,1 Millionen die Waage. Ohne Migration wäre die Einwohnerzahl der Staatengemeinschaft damit unverändert geblieben. Deutschland wäre hingegen geschrumpft: 2016 gab es hierzulande 150 000 Geburten weniger als Sterbefälle.

Europas Babyboomer ist Irland: Das Land verzeichnete die höchste Geburtenrate, zudem gab es mehr als doppelt so viele Geburten wie Sterbefälle. Auch in Schweden und Großbritannien war die Geburtenzahl im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße hoch. Besonders geburtenschwach waren südeuropäische Länder, vorneweg Italien, Portugal und Griechenland.

 

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