Im Müllerthal ist nicht nur Ruhe eingekehrt, sondern mittlerweile auch die Gäste, wie Sandra Bertholet vom ORT Müllerthal Marc Schonckert berichtet.

Einen schweren Rückschlag erlitt die Luxemburger Tourismus-Szene durch die heftigen Unwetter, die in der Nacht zum 1. Juni über das Land hereingebrochen waren und mancherorts Bilder der Verwüstung hinterlassen hatten. Besonders schwer hatte es den Osten Luxemburgs getroffen, vor allem das Müllerthal meldete Totalschaden quer durch die gesamte Hotel-, Restaurant- und Freizeitinfrastruktur.

Jetzt, über einen Monat später, ist zwar längst nicht alles eitel Sonnenschein, doch mit enormem Aufwand und Einsatz aller Betroffenen, unter tatkräftiger Mithilfe der lokalen Bevölkerung, hat man dort wieder instand gesetzt, was instand zu setzen möglich war.

 Licht am Ende des Tunnels

„Da war keine Zeit zu verlieren“, meint Sandra Bertholet, Geschäftsführerin der regionalen Tourismusbehörde ORT Region Müllerthal mit Sitz in Echternach.

„In dieser Branche stellen die Hotel- und Campingübernachtungen in den Monaten Juni, Juli und August drei Viertel des Jahresumsatzes dar. Und es scheint, als sehen die meisten Betriebe wieder Licht am Ende des Tunnels.“ Danach hatte es anfangs nicht ausgesehen, mit den Bildern und Berichten der Überschwemmungen, die online verbreitet wurden, kamen die Stornierungen, dies hat sich allerdings merklich beruhigt. „Hier bestand unsere Aufgabe darin, die Gäste, die sich bei uns erkundigten, zu beruhigen und ihnen zu versichern, dass der Normalzustand wieder eingekehrt ist. Beratung ist extrem wichtig in dieser Branche, man merkte, wie die Kunden wieder Vertrauen fassten und an ihren ursprünglichen Reiseplänen festhielten.“

Der Müllerthal-Trail

Dieser Trail führt zu schönen Aussichtspunkten, spektakulären Felsformationen und kulturellen Besonderheiten. Die Gesamtdistanz beträgt 112 km, die sich aus drei Routen zusammensetzen. Route eins und zwei führen durch Echternach, das touristische Zentrum der Region. Die Wege sind miteinander verbunden, der Einstieg ist von verschiedenen Orten aus möglich.
Weitere Infos unter: www.mullerthal.lu

Tageblatt: Für einige Betriebe aber ist die Saison beendet?
Sandra Bertholet: Ja, die Campingplätze Grundhof und Müllerthal werden diese Saison nicht mehr aufmachen, ebenso das Hotel Cigalon. Doch alle anderen Anlagen sind wieder betriebsbereit.

Das Müllerthal ist berühmt für seine Wanderwege. Sind diese wieder begehbar?
Anfang Juli waren 10 von 143 Wanderwegen noch gesperrt, ansonsten sind alle wieder auf Kurs. Der bekannte Müllerthal-Trail ist ebenfalls wieder geöffnet, auch wenn an verschiedenen Stellen noch einige kurze Umleitungen bestehen. Insgesamt sind 108 Wege wieder offen, 25 sind noch schwer und/oder mit Umleitung begehbar.

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