Blondie und Catherine kommen aus Belgien, sind französische Staatsbürgerinnen und sind nach Luxemburg umgesiedelt. Für beide ist die Hochzeit keineswegs ein altmodisches Evenement, das an die traditionnelle Monarchie erinnert.

Die Anwohnerin Maisy.

“Das junge Prinzenpaar spiegelt eine moderne Monarchie wieder. Die Luxemburger werden aus dem heutigen und morgigen Tag auf nationaler und internationaler ebene nur Vorteile draus ziehen.” Zum einem rücken die Luxemburger näher (Patriotismus) und zum anderen wird das Land im Ausland bekannt und zieht so Touristen an, meint Catherine. Dass die Monarchie auch Unkosten mit sich bringt und deswegen ein Teil der Bevölkerung der Hochzeit fernbleibt, sei auch nachvollziehbar. Aber es handelt sich hierbei ja num um einmaliges Geschehniss. “Die Prinzenhochzeit wird die Mentalität der Luxemburger prägen”, sagt Blondie.

Sehr stolz

Zwei weitere Passantinnen, Cateline und Marceline, sind sehr stolz auf die Monarchie: “Wir können diejenigen, die die Monarchie in Frage stellen, nicht verstehen. Auch wenn das alles viel kostet, die Monarchen wurden nicht gefragt als sie als Adlige geboren wurden.

Das ganze Event ist auch für unsere Wirtschaft positiv. Heute haben viele Gaststätten, Firmen und Läden profitert. Und dass auch andere Medien aus dem Ausland darüber berichten, macht unser Land weltweit bekannt.

Skeptisch

Zwei von Tageblatt.lu befragte Jugendliche geben sich eher skeptisch. Tom (15): Dass Stéphanie die Luxemburger Nationalität so rasch ergattert hat, hat mich schon irritiert.”

David (16): “Obwohl mit der Hochzeit Luxemburg weltweit bekannt wird, bin ich der Auffassung, dass das Event zu viel kostet. Auch die Unterhaltungskosten, die der Staat für die Monarchie ausgibt, sind enorm,
wenn man bedenkt, dass Krise herrscht.”

“Einfach nur neugierig”

Ich habe meine Kindheit in der Rue de la Reine verbracht. Ich habe hier viel Adel aus der ganzen Welt kommen sehen, sagt die Schaulustige Maisy (keinen Familiennamen genannt). 22 Jahre ihres Lebens hat die Rentnerin gleich um die Ecke des Palais gewohnt. Damals war der Knuedler noch ein Parkplatz. Immer wenn ein Fest im Palais war, haben wir die hohen Gäste vorbeiflanieren gesehen.

Ich war heute einfach nur neugierig auf das junge Paar, spricht es aus, und verschwindet unter den Schaulustigen.

Tageblatt.lu