Jeden Tag strömen 186.569 Grenzgänger zum Arbeiten nach Luxemburg. Zu den Hauptverkehrszeiten mutieren Luxemburgs Autobahnen oft zu einem einzigen Riesenparkplatz. Eine der Lösungen gegen den Stau: den massiven Verkehr schon vor der Grenze abzufangen.

Deshalb hat Luxemburg mit Frankreich im März 2018 ein Abkommen geschlossen. Das Großherzogtum will mit seinem Nachbarland kooperieren und die Kosten für den Bau von P&R-Plätzen in unmittelbarer Nähe der französischen Ballungszentren Thionville und Longwy mittragen.

Sind ähnliche Projekt auch im deutschen Grenzgebiet geplant? Das fragte der Abgeordnete Léon Gloden (CSV) in einer parlamentarischen Anfrage. Transportminister François Bausch (“déi gréng”) erklärt, dass sich Luxemburg schon jetzt auf der anderen Seite der Mosel engagiert.

Ausbau der Bahnstrecke und P&R

Auf deutscher Seite soll eine Güterstrecke für den Personenverkehr reaktiviert werden. Die sogenannte “Weststrecke” soll ab 2020 für eine Entlastung des Trierer Hauptbahnhofs und des Autoverkehrs in der Moselmetropole sorgen. Das Projekt beinhaltet auch eine zusätzliche zweite Bahntrasse zwischen Igel und Igel-West. Der Ausbau der Bahnstrecke wird von Luxemburg mitfinanziert. An allen Haltestellen der Weststrecke soll es zudem Anbindungen an den Busverkehr geben – und sogenannte Bike&Ride-Plätze.

In Trier-Euren und in der Hafenstraße in Trier-Ehrang entstehen dann noch zusätzlich zwei weitere P&R-Plätze. Die Anzahl der Parkplätze wird allerdings sehr begrenzt. 30 Stellplätze an der Haltestelle Ehrang und 60 Stellplätze in Euren.

Ein Großteil der Investitionen des Luxemburger Staates geht aber in den Ausbau des P&R-Parkplatzes in Mesenich an der Aire de Wasserbillig und am Wasserbilliger Bahnhof. Der Parkplatz in der Nähe der Autobahntankstelle soll um 730 Plätze erweitert werden, der Parkplatz am Bahnhof im Ortskern von Wasserbillig soll 300 zusätzliche Plätze erhalten.

6 Kommentare

  1. Jetzt finanzieren wir des Nachbarn Strassennetz, anderseits bittet uns jetzt mit der Deutschen Maut zum zweitenmal zur Kasse. ” Als Wieler an Steierzueler kann ech nemmen soen:”Wéi domm sin mir!””

    • Scholnier: Erst den Text lesen und dann erst maulen. Die Trierer Weststrecke ist eine Eisenbahnstrecke und damit nicht Teil des Straßennetzes. Sie fragen “wéi domm si mir?”. Nun, der Teil unserer Bevölkerung, der offensichtlich nicht in der Lage ist zu verstehen, dass wir mit jenen Verkehrsproblemen, die wir bereits auf der deutschen/französischen/belgischen Seite der Grenze anpacken, nicht mehr auf unserer Seite geplagt sind, dürfte tatsächlich zum größten Teil nicht als übertrieben intelligent anzusehen sein.

      • Werter Herr Wagner , ich bin sicherlich kein Mitbürger der sich einer Lösung der Verkehrsprobleme entgegenstellt, allerdings bin ich auch kein Befürwörter Steuergelder im nahen Ausland zu investieren , wobei keine Garantie gegeben ist , der ausländische ( wie auch hier gebürtige , dort wohnhafte) Autofahrer auf Zug und Bus umsteigt. Einige Familienmitglieder die wegen der hohen Wohnungskosten , in diese Region geflüchtet sind , werden sicherlich nicht auf das Auto verzichten , unserer Verkehrspolitik wegen. Auch wenn ich mich nicht der Meinung meiner expatriierten Familienmitglieder anschliesse , ” Letzebuerg huet ons keen bezuelbaren Wunnraum gin, brauch ech keng Rücksicht op d’Iwwerlaaschtung vum letzebuerger Stroossenetz ze huelen”, vollkommen verstehen.

        • @ “Scholnier” “allerdings bin ich auch kein Befürwörter Steuergelder im nahen Ausland zu investieren”
          Wer Verkehrsprobleme bereits auf der anderen Seite der Grenze löst, ist auf unserer Seite der Grenze nicht mehr damit geplagt. Eine, wie nicht nur ich meine, intelligente Vorgehensweise.
          “wobei keine Garantie gegeben ist, der ausländische (…) Autofahrer auf Zug und Bus umsteigt.” Scholnier, was für ein ahnungsloses Zeug erzählen Sie uns denn da schon wieder: Die bestehenden P&R Parkplätze sind jetzt schon heillos überlastet. Und deswegen müssen dringend zusätzliche her!

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