Noch sind nicht alle Fragen um das geplante Google-Datenzentrum in Luxemburg gelöst. Dem Internet-Konzern hat die Regierung ein neues Projekt vorgelegt.

Wirtschaftsminister Etienne Schneider (LSAP) informierte am Montagmorgen den Wirtschaftsausschuss des Parlaments über den letzten Stand der Verhandlungen um das gewünschte Gelände in Bissen. Ein Grundstückseigner weigerte sich bis zuletzt dem Verkauf. Dieses Teilstück sei nun aus dem Gesamtprojekt herausgelöst worden, hieß es am Montag nach der Ausschusssitzung.

Dem Konzern sei die neue Konstellation vorgelegt worden. Google habe sich damit prinzipiell einverstanden erklärt. Unterschreiben will das Unternehmen jedoch nur, nachdem alles schriftlich einwandfrei festgehalten worden ist. So konnten bisher einzelne Eigentümer, die bereits ihre mündliche Zusage gaben, das Verkaufsabkommen noch nicht unterschreiben, weil sie im Ausland sind.

Hoffen auf schnelle Einigung

Wirtschaftsminister Schneider gab sich seinerseits optimistisch, dass der Deal in Bälde zustande kommt. Genaue Fristen nannte er jedoch nicht.

Bereits im Januar hatte Google für einen Standort in Luxemburg angefragt. Doch die Suche stellte sich als extrem schwierig dar. Die Regierung verhandelte hinter verschlossenen Türen für eine Aufschub. Google gab sechs Monate mehr Zeit. Am vergangenen Freitag war diese Frist eigentlich abgelaufen.

Google will für rund eine Milliarde Euro ein Rechenzentrum in Luxemburg aufbauen. Laut Etienne Schneider würden dadurch bis zu 300 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Er spricht von einer sehr wichtigen Investition für Luxemburg.

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