Die Gebläsehalle in Belval wird nicht für die Europäische Kulturhauptstadt 2022 genutzt werden können. Dies bestätigte Kulturministerin Sam Tanson (“déi gréng”) am Samstag auf Nachfrage. Bei Untersuchungen seien Sicherheitsmängel an dem 1911 erbauten Gebäude festgestellt worden. Die notwendigen Reparaturen könnten nicht bis zum Jahr 2022 abgeschlossen werden, sagte Tanson. Mit der öffentlichen Einrichtung Fonds Belval versuche man jetzt ein anderes Gebäude in Belval zu finden, das für die Kulturhauptstadt genutzt werden könne.

Die Generaldirektorin von Esch 2022, Nancy Braun, hatte sich die Gebläsehalle als Hauptquartier für die Kulturhauptstadt gewünscht. Erst vor zwei Monaten hatte sie angekündigt, noch vor den Sommerferien die Büros von Esch 2022 vom Creative Hub 1535° in Differdingen in die Gebläsehalle auf Belval verlegen zu wollen. Der Rest der Halle sollte für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.

Nutzungskonzepte ausgearbeitet

Die Vorgänger von Nancy Braun und dem künstlerischen Leiter Christian Mosar, Janina Strötgen und Andreas Wagner, hatten im Bidbook der Kulturhauptstadt die Gebläsehalle als Epizentrum von Esch 2022 auserkoren. Lange Zeit war jedoch unklar, was mit der Halle, die schon während des Kulturjahres 2007 die Ausstellung “All we need” beherbergt hatte, passieren soll. Auch ein Abriss und der Bau von Wohnungen standen im Raum.

Sowohl der Escher CSV-Bürgermeister Georges Mischo als auch Kulturministerin Sam Tanson hatten zuletzt beteuert, das 160 Meter lange, 72 Meter breite und 28 Meter hohe Gebäude für Esch 2022 nutzen zu wollen. Die Arbeitsgruppe “Eise’Stol”, die im Rahmen der Kandidatur der Südregion für das Unesco-Programm “Man and the biosphere” gebildet wurde, hat in den vergangenen Wochen in Workshops Nutzungskonzepte für die Gebläsehalle ausgearbeitet.

Mit der jetzigen Ankündigung, die Reparaturen würden zu viel Zeit in Anspruch nehmen, ist die Zukunft der Industriehalle wieder ungewiss.

4 Kommentare

  1. De Macron froen. De wëll jo “Notre Dame” a 5 Joer erëm opbauen. Oder e puer fréier Kulturministeren. Denen hier Club wäert wuel elo rëm e puer “Questions parlementaires” bastelen. Dobäi wier säit 2007 genuch Zäit gewiecht, dat demols scho fragiliséiert Gebäi an d’Rei ze setzen.

  2. Wann een et wellt oofrappen, dann einfach vergammelen golooss bis et net mei’ ze retten ass.
    Seit 1997 ass schons vill Zeit vun der Politik verpasst ginn !

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