Der kürzlich verstorbene Grand-Duc Jean erhält ein Denkmal. Das hat der Ministerrat am Mittwoch beschlossen. An welchem Ort das Ehrenmal errichtet werden soll, ist noch nicht bekannt. Es handele sich lediglich um einen “Accord de principe”, heißt es auf Nachfrage aus dem Staatsministerium. Weitere Details werden in den kommenden Tagen kommuniziert.

Vergangene Woche hat bereits Guy Jourdain, Präsident des “Comité Alstad”, eine Petition beim Parlament eingereicht, zur Errichtung eines Denkmals für Grand-Duc Jean auf dem Fischmarkt. Das “Comité Alstad” unterstützt ebenfalls die Regierungspläne von 2002, um die Krypta der Kathedrale in ein europäisches Grabmal für Johann den Blinden umzubauen.

Die Errichtung von Denkmälern für verstorbene Mitglieder des Herrscherhauses hat in Luxemburg Tradition. 1876 wurde zu Ehren von Prinzessin Amalia (1830-1872) ein erstes öffentliches Denkmal in Luxemburg am Rande des Stadtparks errichtet. Sie war die Ehefrau von Heinrich, dem damaligen Stadthalter von Luxemburg und Bruder des König-Großherzogs Wilhelm III.

Erst 1884 wurde das Denkmal für König-Großherzog Wilhelm II. (1792-1849) auf dem Knuedler errichtet. Das Denkmal der Großherzogin Charlotte, zu Ehren der ehemaligen Großherzogin Charlotte von Luxemburg (1895–1985), ist im Jahr 1990 auf dem Clairefontaine-Platz in Luxemburg eingeweiht worden.

10 Kommentare

    • Wird denn vor dem Monument gebetet werden? Das Niederlegen eines Kranzes zu besonderen Anlässen (i.e. Jahrestagen) kann nicht als Personenkult zählen.

  1. Et ass alles schéin a gutt, fir dem verstuerwenen Groussherzog Jean een Monument zu setzen!
    Hätt dee Beschloss net missen an eiser Chamber geholl ginn? Vun de gewielten Volleksvertrieder! An Vollek mat Spenden dru ze bedeelegen.

    • Firwat Spenden? Mir bezuele Steieren an déi kënnen och fir sou eppes geholl ginn.

      Zu der Chamber: Et kascht net méi wéi 40 Milliounen also ass och kee Gesetz néideg. Héchstens eng Motioun kéint d’Regierung ënnerstëtzen. Dat gëtt awer garantéiert nëmme gemaach wann e vote unanime zustan kënnt.

  2. Da wissen welche nicht, was unter “Personenkult” zu verstehen ist! Und ist Luxemburg so arm, dass man einen Spendenaufruf dafür starten soll? Schwer vorstellbar, wo doch “Luxusbuerg” in aller Munde ist…

  3. Ich habe nichts gegen ein Monument für den Grossherzogen. Solange es von seinen Befürwortern aus eigener Tasche bezahlt wird. Wenn Steuergelder fliessen sollen, soll es vorher bitteschön ein Referendum geben. Zudem stelle ich mir die Frage, warum das Tageblatt seine Südenseiten abgeschafft hat.

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