Nach der Zusammenkunft zwischen Minister Etienne Schneider, Polizei, Syvicol und betroffenen Bürgermeistern (Link) wurde in einer Pressemitteilung auf zwei entsprechende Videos vom “Police-TV” hingewiesen.

Seit 2013 existiert in Heiderscheid ein fusioniertes Kommissariat. Im Revier von Heiderscheid-Bavigne arbeiten neun Beamte. Sie decken sechs Gemeinden mit einer Fläche von 20.100 Hektar und 12.000 Einwohnern ab. Bereits ein Jahr vor der Zusammenlegung lief eine Testphase an, um zu sehen, ob die Fusion Sinn macht.

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Laut den Polizisten des Reviers sind sie jetzt näher am Bürger und verlieren weniger Zeit mit administrativen Aufgaben. Die Einsatzzeit hat sich nicht verändert. Sie liege nach wie vor bei maximal 20 Minuten. Zwei Patrouillen würden permanent Streife durch die Gemeinden fahren.

Am Anfang seien die Bürger skeptisch gewesen, so der Polizei-Regionaldirektor im Norden, Bob Leesch. In der Zwischenzeit hätte man die Bedenken aber beiseite geschoben, weil man sehe, dass die Polizei präsenter sei. Das sieht René Michels, Bürgermeister der Stauseegemeinde, auf Nachfrage von Tageblatt.lu allerdings anders: “Unser Kommissariat ist Teil des Pilotprojekts mit dem Revier in Heiderscheid. Nach der Fusion ist das in Böwen aber die meiste Zeit verwaist.” Die Wege in der Region seien lang, so Michels. Redingen und Wiltz sollen Heiderscheid helfen, liegen aber zu weit weg, je nachdem, wo die Polizei benötigt wird, erklärte René Michels. Er erinnerte daran, dass im Sommer durch die vielen Touristen am See mehr Polizeipräsenz nötig ist und forderte den Erhalt des Reviers in Böwen (Bavigne).

Syrdall-Kommissariat

Auch in Niederanven und Roodt-Syr arbeiten zwei Kommissariate seit November 2013 eng zusammen. Insgesamt 11 Beamte sorgen für die Sicherheit in der Region. In den Zuständigkeitsbereich dieser „communauté de commissariats“ fällt unter anderem das Gefängnis. Gearbeitet wird in zwei Schichten. Und auch die Büros seien länger besetzt, heißt es. Zu erreichen sind beide Reviere unter einer einzigen Telefonnummer.

Wie in Heiderscheid wurde vor allem auf die größere Flexibilität und die erweiterten Einsatzmöglichkeiten hingewiesen. Und auch im Osten gab es laut dem Chef des Kommissariats Syrdall, Guy Kridel, bisher keine negativen Reaktionen.

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rh/clc