Um dem wachsenden Bedarf an Wohnungen nachzukommen, müsse man die Preise für Mietswohnungen bezahlbar halten, forderte der Wirtschafts- und Sozialrat “Conseil économique et social” auf einer Pressekonfernz am Montag. In Luxemburg müssten bis zum Jahr 2013 rund 120.000 Wohnungen geschaffen werden. Das sind 6500 pro Jahr.

Zum Vergleich: Zwischen 2002 und 2010 wurden rund 2800 Wohnungen geschaffen. Der Preis stieg von 1974 bis 2010 jährlich im Schnitt um 11 Prozent. Heute gibt es in Luxemburg 3000 Hektar Land, das bebaubar ist. Damit könnten 50.000 Wohnungen bis 2030 geschaffen werden. Doch dies reicht nicht aus.

Baulücken

Um dem Mangel an Wohnungen zu lösen, müsste der Bauperimeter geöffnet werden, so der Wirtschafts- und Sozialrat am Montag. Beispielsweise könnte man Baulücken mit Häusern auffüllen. Es gibt viele Möglichkeiten, die besprochen wurden.

Aber was heißt eigentlich „erschwinglicher Mietswohnraum“? Der Mieter sollte nicht mehr als 40 Prozent seines Einkommens für die Wohnung aufwenden müssen, so die Definition. Doch dies ist nicht immer der Fall. Vor allem teuere Bauplätze sind die Treiber hoher Mietswohnungspreise.

Am Montag wurden unter anderem verschiedene Lösungsmöglichkeiten diskutiert. Dazu gehören etwa gedeckelte Preise für Bauland, Steuern auf Spekulationen, Umstufung „reclassement“ des Baulandes in „Nicht-Bauland“. Dabei wurde immer wieder betont, dass man sollte den Schwerpunkt mehr auf Miets- als auf Eigentumswohnungen setzten sollte.

c.mol./er/Tageblatt.lu