17. Februar 2017 17:40;Akt: 17.02.2017 17:50

"Wir wollen abwarten"

NACH ZUGUNGLüCK

Die französischen Lokführer wollen wegen Sicherheitsbedenken nicht mehr durch Luxemburg fahren. Die SNCF steckt nicht dahinter. Es ist die Gewerkschaft CFDT. Beide Länder wollen die Spannungen lösen.

Nach dem Zugunglück vom 14. Februar, bei dem eine Person zu Tode kam und zwei weitere zum Teil schwer verletzt wurden, haben französische Lokführer nun entschieden nicht mehr auf dem Luxemburgischen Schienennetz fahren zu wollen.

Laut der Pressestelle der CFL sei dies aber keine Maßnahme der französischen Gesellschaft SNCF. "Wir wollen nun abwarten bis wir genau wissen wann die Reperaturarbeiten auf dem Teilstück, wo das Unglück passierte abgeschlossen sind", sagt CFL-Pressesprecher Mike van Kauvenbergh.

Auf Entspannungs-Kurs

Laut dem Landesverband hat die CFDT ihre Mitglieder dazu aufgerufen. Sie berufen sich dabei auf das Gesetz "droit au retrait pour des raisons de sécurité". Dieses Gesetz besagt, dass eine Person das Recht hat, sich nicht zu ihrem Arbeitsplatz zu begeben, wenn sie der Meinung ist, die Sicherheit wäre dort nicht gewährleistet.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung der Gewerkschaft cgt Lorraine und dem Landesverband wird sich nicht zu den Ursachen des Unfalls geäußert. Die Ermittlungen sollen nun ordnungsgemäß geführt werden. Darüber hinaus betonen die beiden Gewerkschaften, dass sie auf eine weitere gute Zusammenarbeit der französischen und der Luxemburgischen Bahn hoffen.

Auch wollen FNCTTFEL und cgt Lorraine, dass weiterhin Transparenz in der Akte des Unfalls herrscht, und das die genaue Ursache aufgeklärt werden kann um weiterhin die Sicherheit auf dem Schienennetz zu garantieren.

Philippe Hammelmann

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  • Patrick am 19.02.2017 18:17 Report Diesen Beitrag melden

    Nun,dass unsere französischen "Freunde",bei jeder noch so passender oder unpassender Gelegenheit auf den kleinen "Schurkenstaat LU" einschlagen,hat leider schon eine lange Tradition.Wirr wissen ja, dass einzelne fr.Politikerkreise sogar das Ende Lu fordern. Was den Unfall an sich angeht,so irritiert mich dann doch die Reaktionen von CFL-Mitarbeitern, die die ganze Angelegenheit am liebsten "ruhen" lassen würden.Die Kunden der CFL haben das verdammte Recht zu erfahren was geschehen ist und Fakt ist auch,dass es bereits 2 schwere Unfälle auf dieser Strecke gegeben hat, in nur 10 Jahren.

  • jeannot am 18.02.2017 10:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jeannot Hun Franzousen vum leschte Joer hiert Akzident mam TGV Test op der neier Zuchsteck Stoosburg vergies deen do entgleist as Do waren och vill Doudeger an Blesseter Den as ze schnell gefuer an enger Kurv . Wou war dan do hieren ETCS oder Memo T 2 Dovunner heert een neischt meh. Wou war do dan Vollbremsung. Awer iwer anerer wie CFL hier zefaalen. Sie sollen mol hiert Land domat ausbauen das et dan an Betrieb geholl gött. Hun sie dan op der Linn Metz --Paris deen System do wössen mir Letzeburger och neischt doriwer mam ETCS.

  • Maverik am 18.02.2017 03:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et ass traureg a minabel dass et emmer rem Leit get, déi sech op Käschten vun aaneren an sou enger tragescher Situatioun welle profiléiren! Et ass emmer einfach schnell ze scheissen an ze urteelen ouni d'Fakten ze kennen! Et wär ze wenschen dass ee wéinstens vis-à-vis vun engem Doudegen an och deem senger Famill Respekt hätt! Mee daat ass hei alt rem eng Kéier net de Fall! De Letzebuerger Eisebunns-Reseau ass modern a secher, soss gingen d'Lokführer an d'Kontroller hieren Job dobaussen an den Zich net maachen!