29. Oktober 2015 11:00;Akt: 29.10.2015 11:09

Schwuler Priester attackiert den Papst

VATIKAN

Der vom Vatikan geschasste homosexuelle polnische Geistliche Krzysztof Charamsa hat in einem Brandbrief schwere Vorwürfe an den Papst gerichtet.

Franziskus und die Kirche hätten es "geschafft, das Leben von uns Schwulen zur Hölle zu machen", heißt es in dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlag. Die katholische Kirche verfolge und zerstöre das Leben von Millionen Homosexuellen und habe sie in von der Gesellschaft ausgeschlossene "Leprakranke verwandelt, als ob sich die Menschen ihre (sexuelle) Orientierung aussuchen" könnten.

Das Schreiben hatte Charamsa bereits am 3. Oktober verschickt, kurz vor Beginn der Familiensynode im Vatikan. Der Inhalt wurde aber erst jetzt bekannt. In ihm ruft Charamsa "alle homosexuellen Kardinäle, Bischöfe und Priester" auf, den Mut zu finden, "diese unsensible, ungerechte und gewalttätige Kirche" hinter sich zu lassen.

"Überwiegend homosexuell und homophob"

Charamsa hatte mit seinem Comingout (► Link) einen Tag vor dem Beginn der Familiensynode im Vatikan weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Bei einer Pressekonferenz trat der 42-jährige Pole am 3. Oktober gemeinsam mit seinem Partner auf. Mit ihm lebt er in Barcelona.

Den Klerus bezeichnete er in einem Interview als "überwiegend homosexuell und homophob". Der Vatikan reagierte erbost und enthob Charamsa umgehend seines Amts in der Glaubenskongregation. Vergangene Woche wurde er zudem vom Priesteramt freigestellt.

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Auf Coming-Out folgt Suspendierung

Tageblatt.lu/AFP

  • pierre dirkes am 29.10.2015 23:54 Report Diesen Beitrag melden

    Pol Rodriguez, dat ass awer primitive a vereinfacht dürgestalt. Einfach an de Micro polteren, keng Erklärong.

  • ghjkklljjh am 29.10.2015 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @rodriguez Ech hoffen, dass dir do awer anzeig gemaacht hut an esou eppes nët durchgoe loost,soss wier dir jo komplitz

  • pierre dirkes am 29.10.2015 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Die Katholische Kirche hat einen lustigen Papst doch im Innern des Vatikans ist kaum etwas lustig. Zu viele Jahrhunderte lang wurde das naive Christliche Fuss-volk an der Nase mit Himmel & Höllen Fear-Factor vernarrt. Warum Missionieren die Nachfolger Christi nicht im Sinne und Vermächtnis Jesus. Jesus hätte keinen verdammt egal ob seiner Sexuellen Ausrichtung sondern in seinen Bann geschlossen. Die Katholiken hatten zu viel Macht und auch über 2 Jahrtausende die Judenverfolgung hingenommen oder sogar mitgewirkt. Franz öffne dein Fenster und lasse frischen Wind in die Vatikan-Arena.

    • J.Schol am 29.10.2015 16:22 Report Diesen Beitrag melden

      @dirkes.Wenn wir weiter unsere Gesellschaft dem moralischen Verfall preisgeben, brauchen wir uns nicht über Gewalt,Kindesmissbrauch,Drogen,Verwahrlosung der Jugend zu wundern.es obliegt sicherlich nicht an der Kirche noch einer anderen Religion sich das Recht einer Einmischung anzumaßen, allein die Gesellschaft kann diese liberalen Ausschweifungen ,Dekadenz stoppen..Schon Rom ging an seiner Dekadenz zu Grunde.

    • pierre dirkes am 29.10.2015 23:43 Report Diesen Beitrag melden

      J.Schol Wir sprechen über zwei verschiedene Themen, denn der moralische Verfall ist seit 1968 in vollem Gange aber das hat kaum was mit der Sexualen Ausrichtung der Menschen zu tun denn die ist jedem wie die Erbsünde angeboren. Wie hat denn die Kirche die 68iger Zeit begleitet, überhaupt nicht denn Sie hat Alles verdammt und bestraft aber keine Alternative gezeigt. Kenne mich darin aus, bin 47iger und erst 1971-73 in Tulsa USA vom lokalen Kath. Priester Weltoffenheit verspürt. Wieder in Lux habe ich den gleichen alten Trend erlebt und das Resultat ist dass die Gotteshäuser öfters leer bleiben

    • Paul R. am 30.10.2015 08:01 Report Diesen Beitrag melden

      @J.Schol Wast hat Religion mit Moral und Ethik zu tun? Ich bin Atheist, und trotzdem nehme ich keine Drogen und schlage niemanden zusammen. Ich brauche keine Religion, mein Verstand reicht mir. Sie scheinen reichlich naiv zu sein.

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