21. April 2012 13:54;Akt: 21.04.2012 18:51

Petition gegen Sotel-Stromleitung

KRITIK

Gesundheitsrisiken, keine Transparenz bei der Umsetzung der umstrittenen Sotel-Starkstromleitung zwischen Luxemburg und Frankreich. Eine Petition soll den derzeitigen Baustopp untermauern.

Seit einem Urteilsspruch im Dezember 2011 darf nciht mehr an der umstrittenen Sotel-Starkstromleitung gearbeitet werden. (Bild: Tageblatt-Archiv)

Am Samstag haben Greenpeace Luxemburg und die französischen Naturschützer "Empreinte positive" eine Petition gegen den Bau der umstrittenen Starkstromleitung des Stromunternehmens Sotel gestartet. Die 225 kV-Leitung verläuft unter anderem durch die Ortschaft Beles und Rédange in Frankreich. Ofmals liegen keine 30 Meter zwischen Wohnhäusern und Kabel.

Das ist den beiden Umweltorganisationen ein Dorn im Auge. Sie fürchten durch den Strom Gesundheitschäden für die umliegende Bevölkerung. Sie fordern in diesem Zusammenhang regelmäßige Messungen der Magnetfelder entlang der Leitung. Im Rahme des Espoo-Vertragsgesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung im grenzüberschreitenden Rahmen, fordern sie in ihrer Petition eine unabhängige Umweltstudie über das Projekt.

Unterschriftenliste

Die Petition wird jetzt an die Bürger in Rédange verteilt. Anschließend will man die gesammelten Unterschrieften an die luxemburgischen und französischen Behörden übergeben.

Mit der unterirdischen Sotel-Hochspannungslinie will man das Luxemburger Stromnetz an das französische anschließen. Arcelor/Mittal kann dann mit Atomstrom aus Cattenom gespeist werden. Das Vorhaben ist seit mehreren Jahren heftig umstitten.

Vor allem die Umweltschutzorganisation Greenpeace wehrte sich gegen das Projekt. Der Grund: Die unterirdische Stromleitung führt durch das Naturschutzgebiet "Natura 2000", das sich zwischen Differdingen und der französischen Grenze befindet. Im November 2011 stoppte das Luxemburger Verwaltungsgericht vorerst den Weiterbau der Leitung. Das Gericht wies damals eine Klage der Sotel ab. Zudem hatte Sanem dem Projekt nicht zugestimmt. Im Dezember 2011 wurde auch im Apell-Prozeß die Sotel-Klage abgewiesen.

Tageblatt.lu

Zum Thema
  • Paul H am 23.04.2012 09:03 Report Diesen Beitrag melden

    Firwat eng Stroumleitung bauen? 1.ArcelorMittal mécht e Site nodeem aneren zou? Si verbrauchen also manner Stroum, mä bräichte méi Stroum? Wei ass dat méiglech ? 2. De Stroum kënnt aus Frankräich. EDF huet elo scho gesot, datt an deenen 2-3 Joer, de Nuklearstroum +/- 30% méi deier gëtt .... 3. Et gëtt e Gesetz, dat seet Duebelhéichspannungsleitungen mussen 30-50 Meter wäit ewech leie vun den Haiser .... Firwaat gëtt dat Gesetz hei net respektéiert?

  • NiKi am 22.04.2012 22:05 Report Diesen Beitrag melden

    Industrie brauch Stroum. Sollt et sech eng Kéier eraus stellen, datt z.Bsp. de Rescht vun eiser Stolindustrie duerch de Stroumpräis net méi konkurrenzfäeg ass an Aarbechter entlooss ginn, da wäert de MECO hoffentlech equivalent Aarbechtsplaze fanne fir deene Leit en Akommes ze sécheren. Mat Mouken a Fräschen an anert Gedéiesch ass kee Geld ze verdéngen. Dat muss een sech bewosst sinn.

  • jang am 22.04.2012 10:28 Report Diesen Beitrag melden

    All déi, déi déi topesch "Petitioun" ënnerschreiwen, ouni ze fackelen, de Stroum spären.