Menschenrechtskommission

06. Juli 2012 06:48; Akt: 06.07.2012 09:05 Print

Mehr Geld für AufklärungMehr Geld für Aufklärung

Die „Commission consultative des droits de l’Homme“ (CCDH) legte am Donnerstag ihr Gutachten zum abgeänderten Gesetzesprojekt zum Schwangerschaftsabbruch vor. Darin wird mehr Aufklärung gefordert.

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Fabienne Rossler, Gilbert Pregno und Maddy Mulheims (v.l.n.r.) von der „Commission consultative des droits de l’Homme“ bei der Vorstellung des Gutachtens zum abgeänderten Gesetzesprojekt zum Thema Abtreibung. (Bild: Tageblatt/Didier Sylvestre)

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Am Donnerstag stellte die beratende Menschenrechtskommission (CCDH) ih Gutachten zum Schwangerschaftsabbruchgesetz vor. Maddy Mulheims, Gilbert Pregno und Fabienne Rossler gaben die entsprechenden Erklärungen. In ihrem Gutachten verweist die Kommission auf ihre Schlussfolgerungen zum ersten Gesetzesprojekt und wiederholt die Forderung, den Text vom Strafgesetzbuch loszulösen (Artikel 353 des „code pénal“ soll laut neuem wie altem Projekt abgeändert werden).

Zu eng definiert

Der Gesetzgeber wolle die Bedingungen definieren, die einen straffreien Schwangerschaftsabbruch ermöglichen; diese Vorgehensweise erscheint der CCDH allerdings als zu eng und beschränkt. Eine bessere und intensivere Informationspolitik, also ein pro-aktives Vorgehen, fehle in dem Text. Sexuelle Information und Vorbeugung von heimlichen Abbrüchen seien nur ungenügend berücksichtigt.

Die Zahl der jährlichen Schwangerschaftsabbrüche belaufe sich laut Angaben des Gesundheitsministeriums auf 1.000 bis 1.200, von denen lediglich die Hälfte in Luxemburg durchgeführt würden. Die Kommission für Menschenrechte wirft in diesem Kontext die Frage auf, ob bei einer fehlenden Aufklärungspolitik und der Beibehaltung der entsprechenden Reglemente im Strafgesetzbuch die Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche tatsächlich abnehmen werde.

Selbstbestimmung der Frauen

Zufrieden ist die CCDH mit der Tatsache, dass die Definition des Begriffes der Notsituation nicht mehr in dem überarbeiteten Text auftaucht. Das Gleiche gilt für die Residenzklausel, die der Gleichbehandlung von EU-Bürgern nicht entsprochen hatte.

Die Beibehaltung eines zweiten beratenden Gesprächs findet die Zustimmung der Kommission ebenso wenig wie der obligatorische Charakter der ersten Beratung.

Unter den Empfehlungen der Kommission, die am Donnerstag präsentiert wurden, wird darauf verwiesen, den Frauen soll ihr Selbstbestimmungsrecht während der gesamten Prozedur garantiert werden.

Auch die Bedürfnisse von behinderten Frauen, die eine Schwangerschaft abbrechen wollen, müssten garantiert sein. Schließlich verweist die CCDH auf die Notwendigkeit einer Sensibilisierung der Männer, die ein verantwortungsbewusstes Sexualverhalten an den Tag legen sollen.

(r.s./Tageblatt.lu)

  • Maansmënsch am 09.07.2012 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    ...die ein verantwortungsbewusstes Sexualverhalten an den Tag legen sollen. Schön und gut. Und die Frauen?

  • Fraemacht iwer den Nowuess! am 06.07.2012 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    D'Frae musse léieren, sech géint eng Männerdiktatur ze wieren, déi sou wuel um politeschen Niveau, wéi um impregnéierten Mono-ego-théi-Vatergottgléwesollen, vum männliche Prinzip hier machtvoll gesteiert gëtt, déi d'Macht just un Fraen ofgëtt, déi no hirem männleche Prinzip funktionéieren. Fir d'Repressioun géint d'Fraen an d'Kanner ze justifiéieren, léieren d'Hären d'Manéieren um Bierg an d'Pädophilie an der Kierch. Déieren a Planzen sinn Unvieh an Unkraut a mussen weggesprëtzt ginn. Geschicht ass His-story, d.h och d'Geschicht rott d'Fra aus a verzielt vum Mann sengen Ausbeutungen.

    • jang am 07.07.2012 09:16 Report Diesen Beitrag melden

      Bon, dat ass är Opfaassung. Ech soe just, kee Mann, kee Nowuess! An ëmgedréint, d"selwecht. Wou ass den Auswee?

    • Ent-Täuschung am 09.07.2012 12:56 Report Diesen Beitrag melden

      Et geet jo net drëms fir d'Männer ofzeschafen, mä dat d'Fraen déi Rechter kréien, déi hinnen zoustinn. D'Institutioun vum Bestuede séchert och keen of, well wann d'rosa Wollek sech verzitt an d'Vue op eng batter Realitéit fräigëtt, dann doen d'Agraffe vum Bestuede wéi an da kommen d'Paragraphen, déi vun all eenzelnem Betraffene musse geschléckt a geblecht ginn an woubäi d'Kanner als Geisele benotzt ginn. Fir net-bestuete Leit gëtt et weder Agraffen, nach Paragraphen an dofir ass d'Bestuede just gutt fir d'Wirtschaft, awer net fir den Eenzelnen, weder Fra, nach Mann.

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