06. Mai 2013 14:21;Akt: 06.05.2013 14:43

Kleinsparer müssen weiter bangen

BANKENRETTUNG

Müssen sich künftig alle Sparer an der Rettung maroder Banken beteiligen? Diese Frage ist nach dem Fall Zypern noch nicht endgültig entschieden. In der kommenden Woche kommt das Thema in Brüssel wieder auf die Tagesordnung.

Eine Beteiligung von Kleinsparern an der Rettung maroder Banken ist in der EU noch nicht endgültig vom Tisch. Bei einem Treffen der EU-Finanzminister in der kommenden Woche will die irische Ratspräsidentschaft laut Diplomaten zwar die Ausnahme von Guthaben unter 100 000 Euro vorschlagen. Dies werde vermutlich auch akzeptiert, sagten EU-Diplomaten am Montag in Brüssel. "Manche Staaten wollen aber die Einbeziehung von geschützten Einlagen nicht ausschließen", hieß es.

EU-weit müssen 100 000 Euro Guthaben über Systeme der Einlagensicherung abgedeckt sein. Diese müsste in einem solchen Fall gegebenenfalls einspringen. Mit einer abschließenden Entscheidung sei bei dem Treffen am 14. Mai (Dienstag) in Brüssel jedoch noch nicht zu rechnen, hieß es.

Nationale Kompetenzen

Beim Treffen der Finanzminister soll es auch um die Frage gehen, wie weit nationale Regelungen bei der Abwicklung und Stützung von Banken angeglichen werden. So wolle unter anderem Großbritannien die Entscheidung über Beteiligung oder Nicht-Beteiligung von größeren, ungeschützten Einkommen im Einzelfall weiter nationalen Aufsehern überlassen. Der derzeitige irische Entwurf ziele eher auf harmonisierte EU-Regelungen gegenüber dieser "flexiblen" Variante ab, hieß es von Diplomaten. In Zypern waren Einlagen ab 100 000 Euro zur Rettung des wackelnden Bankensystems der Insel herangezogen worden.

Einheitliche Regeln zur Bankenabwicklung sowie eine entsprechende EU-Behörde sind ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur geplanten Bankenunion. Bevor ein Abwicklungsfonds oder gar direkte Finanzspritzen aus dem EU-Rettungsschirm ESM für die Sanierung von Banken in Betracht kommen, sollen zunächst Eigner und Großanleger in die Pflicht genommen werden. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier hatte im März gesagt, ein Gesetzentwurf solle noch vor der Sommerpause verabschiedet werden.

dpa/Tageblatt.lu

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  • Him Marco am 07.05.2013 07:34 Report Diesen Beitrag melden

    Si sollen emol där ganzer Finanzmafia vu Banken etc. op Fanger klappen.Déi Kleng hu souwisou net vill an da musse mer einfach mol neess eis Bankomat a Kreditkaarten ofschafen an dat bësse Geld, dat mer hunn, doheem halen. Dat hëlleft da vläicht.

  • Guy L. am 06.05.2013 18:25 Report Diesen Beitrag melden

    ....Zeit, die Konten zu räumen und das Bargeld zu bunkern. Noch ist es möglich, denn wenn das Bargeld abgeschafft wird (und das wird kommen) können die Banken den Geldhahn einfach zudrehen und haben die ultimative Kontrolle über jeden!

  • heng bruch am 06.05.2013 18:18 Report Diesen Beitrag melden

    Dann wäre also die Eu der grösste Betrug aller Zeiten. Das sind ja total verantwortungslose Individuen, die uns derlei üble Raubrittermethoden aufzwingen wollen. Nieder mit all diesen hochbezahlten Nieten in Brüssel und auch anderswo ! Es reicht jetzt wirklich !

    • Claire am 08.05.2013 08:58 Report Diesen Beitrag melden

      Die EU "wäre" nicht der grösste Betrug aller Zeiten, sondern sie IST es. Aber am 10. Juli 2005 haben die doofen Luxemburger ja zu 56% für die EU-Verfassung gestimmt, weil der Chef Gottes gedroht hatte, wenn Luxemburg das Traité von Lissabon ablehnen würde, dann würde er seiner Wege gehen! Aus einem Übel wurden 2: Juncker werden wir nicht mehr los und durch die EU-Verfassung entstand der grösste Betrug aller Zeiten!

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