20. Januar 2017 15:48;Akt: 20.01.2017 18:20

Erst studieren, dann zahlen

EU-PILOTPROJEKT

Luxemburg ist ein teures Pflaster. Gerade für ausländische Studenten ist das kein Zuckerschlecken. Jetzt will man mit einem besonderen Darlehen Hochschüler anlocken.

 (Bild: Faussems)

Der Europäische Investitionsfonds hat, in Kooperation mit der Universität Luxemburg, den Vertrag für ein neues Pilotprojekt unterschrieben. Studierenden an der Universität Luxemburg soll es somit künftig möglich sein, die Studienkosten erst nach Abschluss des Studiums zurückzuzahlen. Dazu zählt auch die Wohnheimmiete.

Besonders ausländische Studenten will man somit an die Universität Luxemburg locken. Unter anderem die hohen Lebens- und Unterhaltskosten waren immer ein Gegenargument für ein Studium in Luxemburg. Rund 5 Millionen Euro stehen dem Pilotprogramm zur Verfügung. Mehr als 300 Masterstudierende könnten davon profitieren.

Konditionen

Wer kann von der Finanzierungsgarantie profitieren? Anvisiert werden momentan ausländische Studenten, die bereits ein Bachelorstudium absolviert haben und sich für einen Masterstudiengang an der Universität Luxemburg einschreiben wollen. Außerdem muss das Herkunftsland des Studenten Mitglied des "Erasmus +"-Programmes sein.

In einer ersten Versuchsphase sollen fünf Studiengänge unterstützt werden: ein Master in IT-Wissenschaften und vier weitere Masterstudiengänge, die an der Fakultät für Rechts-, Wirtschafts- und Finanzwissenschaften angeboten werden. Die Universität Luxemburg verlangt keinerlei Sicherheiten oder Drittgarantien und wird die Finanzierungsgarantie zu günstigen Konditionen anbieten.

Als Option biete sich zum Beispiel ein Rückzahlplan über fünf Jahre (nach Studienabschluss) an, heißt es in der Pressemitteilung.

Tageblatt.lu

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  • Patrick am 22.01.2017 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    Und was geschieht wenn der frischgebackene Master seine berufliche Karriere, sagen wir mal in den USA oder in Nairobi, fortsetzen will und irgendwie "vergisst" seine Studiengebühren zurückzuzahlen? Schaltet die Uni ein Netz von ausländischen Rechtsanwälten ein, um ggf. die Gebühren gerichtlich einzuklagen oder heisst es dann eben: "Tja, Pech gehabt" ? Die luxemburger Masterstudenten wird das nicht unbedingt erfreuen...Aber an sich doch eine gute Idee,wenn es dem Ländchen dann gelänge diese Menschen hier in LU zu halten. Aber dafür gibt es leider keine Garantie.

  • xyz am 20.01.2017 19:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und die studienabbrecher?

  • Bob T. am 20.01.2017 17:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn das Darlehen mit einem günstigen Zinssatz zurückbezahlt wird... wofür werden dann die 5 Mio gebraucht???... Das heißt die 5 Mio sind nur eine Art "Bürgschaft" der EU?