13. Februar 2013 07:49;Akt: 13.02.2013 09:35

Demonstrant verliert ein Auge

OGBL PROTESTIERT

Bei einer Demo von ArcelorMittal-Beschäftigten vor dem EU-Parlament in Straßburg, verlor ein Demonstrant sein Auge. Der OGBL kritisiert das Vorgehen der französischen Polizei und schreibt einen Protestbrief.

Ohne Grund seien die CRS auf die Gewerkschafter losgegangen und hätten dabei „Flash balls“, Tränengas und andere Waffen eingesetzt (Bild: AFP)

Am 6. Februar demonstrierten Beschäftigte der ArcelorMittal-Gruppe vor dem Europaparlament in Straßburg, während im Parlamentsgebäude Gewerkschaftsvertreter mit EU-Abgeordneten, dem Kommissions-Vize Antonio Tajani und Parlamentspräsident Martin Schulz diskutierten.

Im Zusammenhang mit den Vorfällen am Rande der Demonstration richteten am Dienstag OGBL-Zentralsekretär Jean-Claude Bernardini (der einen Bus mit Luxemburger Stahlarbeitern nach Straßburg begleitete) und OGBL-Präsident Jean-Claude Reding ein Protestschreiben an Außenminister Jean Asselborn.

Hierin wird das Vorgehen der französischen Polizei (CRS) aufs Schärfste kritisiert. Die Busse mit den Demonstranten seien zuerst wenige Kilometer vor der Stadt gestoppt und durchsucht worden, manche Busse gleich mehrmals.



Grundlose Attacke

Die Gewerkschafter hätten sich allerdings nicht provozieren lassen. Anschließend seien die Busse an einen Platz, der ein gutes Stück vom Parlament entfernt liegt, eskortiert worden und den Stahlarbeitern wurde erklärt, jedwede Kundgebung sei verboten.

Ohne Grund seien die CRS auf die Gewerkschafter losgegangen und hätten dabei „Flash balls“, Tränengas und andere Waffen eingesetzt. Mehrere Beschäftigte des Unternehmens seien dabei schwer verletzt worden. Einer der Gewerkschafter habe während dieser Polizeiaktion ein Auge verloren. Es handelt sich hierbei nicht um einen der Luxemburger Stahlarbeiter.

Der OGBL verlangt nun vom Außenminister eine offizielle Beschwerde bei den französischen Autoritäten.

r.s./Tageblatt.lu

  • Trooterer am 13.02.2013 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Ab dem Punkt 2:20 ass daat "ouni Grond" net méi sou ganz zoutreffend.

  • DE LUXEMBURGUS am 13.02.2013 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Und das soll Demokratie sein. Ein Europa für die Bürger?

  • Lejeune am 13.02.2013 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Es sind immer die Roten die verletzt werden...Zufall???? Glaub ich nicht. Es sind ja auch immer die Roten die sich vordrängen, um ja in jedes Bild in der Presse und im Fernsehen zu kommen. Es sind auch immer die Roten die "randalieren".

    • philippe am 13.02.2013 14:13 Report Diesen Beitrag melden

      A wann erëm een Amok leeft an Onschëlleger an den Doud rappt da sinn et leider ëmmer déi pechschwaarz mat Ideeën am Kapp vu firgeschter. Déi eng kämpfe wéinstens aus humanisteschen a solidaresche Grondidealer fir d'Existenze vu ganze Bevëlkerungsgruppen ze schützen an ze verbesseren. Déi aner aus Haass op d'Mënschheet. dir däerft wiele ween der méi sympathesch fannt

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