Millionen Kapital

01. März 2012 16:59; Akt: 01.03.2012 17:12 Print

ArcelorMittal investiert in FlorangeArcelorMittal investiert in Florange

ArcelorMittal hält an seiner industriellen Präsenz in Frankreich fest und sichert Investitionen in seinem lothringischen Standort Florange zu.

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Die angekündigten Maßnahmen stoßen in den Reihen der Sozialisten auf Kritik. (Bild: Reuters)

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Wenn die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte anzieht, wird ArcelorMittal den Hochofen P6 in Florange wieder anfahren. Diese Zusicherung hat der Vorstandsvorsitzende von ArcelorMittal, Lakshmi Mittal, dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy in einem Gespräch am Mittwoch in Paris gegeben. Mittal sicherte weiter Investitionen in Florange zu, die den Erhalt des Standortes sichern sollen.

Florange ist ein komplexer Standort. Hier arbeiten 2.667 Mitarbeiter von ArcelorMittal in einem Warmwalzwerk, in einem Kaltwalzwerk, in einer Kokerei und an zwei Hochöfen, die beide derzeit außer Betrieb sind. Außerdem sollen auf dem Gelände 2.100 Mitarbeiter von Zulieferfirmen arbeiten. Eine Zahl die offiziell nie bestätigt wurde. Von der Stilllegung des Hochofens P6 im Oktober vergangenen Jahres sind 500 Stahlwerker betroffen, die nicht entlassen wurden und die Kurzarbeitsgeld erhalten.

Neue Produkte entwickeln

Laut Pressemitteilung des Unternehmens hat ArcelorMittal zugesichert, dass zwei Millionen Euro vorab in die Hochöfen investiert werden sollen, um ihr Anfahren wieder zu ermöglichen. Ein neues Gazometer soll für sieben Millionen Euro errichtet werden. Letztlich sollen acht Millionen Euro in die Verbesserung der Roheisenbehandlung investiert werden, um neue Produkte zu entwickeln. In dem Gespräch zwischen Lakshmi Mittal und Staatspräsident Nicolas Sarkozy sind nach Tageblatt.lu Information diese 17 Millionen Euro als Investitionen in den Standort festgelegt worden.

Unter besserer Konjunktur versteht das Unternehmen dabei nach Tageblatt.lu Information eine konjunkturelle Situation ähnlich 2008. Die Evaluierung der Situation erfolgt jedes Vierteljahr.

Erhaltung statt Investition

Staatspräsident Nicolas Sarkozy gab die Verständigung mit dem Stahlhersteller am Donnerstag früh im Rundfunksender France Inter bekannt. Die industrielle Aussage von Lakshmi Mittel nahm danach einen politischen Charakter an. Die genanten Summen seien bereits früher im Gespräch gewesen, monierten die sozialistischen Mandatsträger im Stahltal der Fench. Auch seien die zwei Millionen für die Hochöfen sowieso fällig gewesen. Und die Investionen in Kokerei und Walzstraßen seien keine Investitionen sondern Erhaltungsmaßnahmen. Nach Tageblatt.lu Information sind 15 der 17 Millionen Euro im Prinzip vorgesehen gewesen und seien jetzt freigegeben worden.

(Helmut Wyrwich/Tageblatt.lu)

  • armand hoffmann am 02.03.2012 09:16 Report Diesen Beitrag melden

    Zu Florange get de Mittal no an investéiert,d'Arbechter hun d'Schmeltz besaat a gin net no. Zu letzebuerg sinn sie all hannert enger Tripartit verstopt déi sowéso nemmen eng Omnipartit mam Blender Junker de Vierbéider an d'UEL als Massendénger,dé sougenanten schwartze Parapluis.

    • Camille am 02.03.2012 10:38 Report Diesen Beitrag melden

      @ armand hoffmann. Där hut näischt verstaan ! De Sarkotzy haat de Mittal mam Colli geholl an elo huet deen d'Box voll ! De Sarkotzy huet och als Wahlkramell versprach die kleng Léin massiv ze erhéien an eng extra-Steier "pour les riches" anzeféieren. Näischt vun allem geschitt well 1) wann en daat wëlles hätt, hätt jo bis elo keen en dru gehënnert, 2)d'Politiker pissen sech nët selwer wider d'Been mat der "Räichesteier" an 3) well de Sarkotzy an e puer Wochen e petit rien as.

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