19. Mai 2017 16:49;Akt: 19.05.2017 17:58

Mehr Wohnungen, mehr Häuser, mehr Mitarbeiter

WOHNUNGSBAU

Die staatliche Sozialbaugesellschaft SNHBM hat vor zwei Jahren einen Zahn zugelegt. 2017 soll der Bau von insgesamt 284 Wohneinheiten gestartet werden.

250 soziale Wohneinheiten pro Jahr. Das war das Ziel, das sich die "Société nationale des habitations à bon marché" (SNHBM) vor zwei Jahren steckte. Die staatliche Sozialbaugesellschaft hat seitdem ordentlich einen Zahn zugelegt. 2015 wurde der Bau von 193 Wohnungen und Einfamilienhäusern begonnen, 2016 waren es 232 und in diesem Jahr sollen es sogar 284 sein. Wenn sie fertiggestellt sind, sollen sie nur von Menschen mit geringerem Einkommen bezogen werden.

Um diese Ziele umzusetzen, musste die SNHBM viele neue Mitarbeiter einstellen. Mittlerweile arbeiten 80 Menschen für die Gesellschaft. "Bis Ende des Jahres wollen wir 90 Mitarbeiter haben", so Guy Entringer, Direktor der Gesellschaft. Um die vielen neuen Aufträge umzusetzen, wurde – "vor ein paar Tagen", wie Entringer sagt – von den Aktionären auch eine Kapitalerhöhung von zehn Millionen Euro genehmigt.

Auch WGs

In der Vergangenheit sei die SNHBM vor allem um Luxemburg-Stadt tätig gewesen. Mittlerweile habe man die Aktivitäten aber auf das gesamte Land ausgeweitet. "Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden ist gut", meint der Direktor. Wenn ein Wohnhaus mit mindestens 25 Einheiten gebaut wird, greift die Gesellschaft gerne unter die Ärme.

Die staatliche Sozialbaugesellschaft will in nächster Zeit auch verstärkt auf Mietwohnungen setzen. "Bisher bieten wir nur 166 Mieteinheiten ein", meint Entringer. In den nächsten fünf Jahren solle sich diese Zahl aber auf 500 erhöhen. "Die eine oder andere Wohnung soll dann auch als Wohngemeinschaft genutzt werden können."

Projekt "Elmen"

Guy Entringer nutzte auch die Gelegenheit, um "Elmen", eines der größten Projekte der SNHBM, vorzustellen. In Olm sollen in den nächsten Jahren drei neue Viertel mit insgesamt 800 Wohnungen und Einfamilienhäusern entstehen. Der erste neue Bebauungsplan mit insgesamt 400 Wohneinheiten soll demnächst im Gemeinderat gestimmt werden.

"Elmen" sorgt allerdings nicht nur für Begeisterung. Die Nachbargemeinde Koerich findet das Projekt zu groß und macht sich Sorgen um den Verkehr. Die Gemeinde will Einspruch gegen den Bau einlegen. "Die Regierung steht voll hinter dem Projekt", meint Entringer. Er hoffe, dass Koerich mit auf den Weg gehen und dass es nicht zu Verspätungen beim Bau kommen wird.

Tageblatt.lu/niw

  • Momoki am 22.05.2017 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    2/2))) Was ich eigentlich sagen will ist, dass jeder sich über die Immobilienpreise aufregt. Dass ihre Kinder sich nichts leisten können, usw. Eine der Maßnahmen die ergriffen werden müssen um dagegen zu wirken, ist halt die Schaffung von mehr Wohnraum. "Ja, aber dann bitte nicht vor meiner Haustür" heisst es dann so oft. Wie mit so vielen anderen Vorhaben hier im Land... Egoismus in seiner reinsten Form.

  • Momoki am 22.05.2017 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    1/2))) Naja, in Koerich selbst wird es dadurch nicht mehr Verkehr werden. Ist wohl eher so dass wenn die Menschen aus Koerich Richtung Stadt fahren wollen in den Mehrverkehr der durch diese neue Siedlung ensteht reinfahren werden. Das Problem werden Sie aber immer haben, bei jeden bauvorhaben in der Gegend. Sogar wenn in Belgien irgendwann mal ein größeres Projekt entstehen sollte, werde sie auch davon betroffen sein da die Autobahn aus Belgien kommend auch wieder mehr belastet wird. Und dagegen werden sie sich nicht Wehren können.

  • BillieTH am 19.05.2017 19:36 Report Diesen Beitrag melden

    in einmal 800 wohnungen dabei in ein kleines Dorf wie Olm ist Wannsinn. wie konnte die Gemeinde Kehlen das genemigen ?