Weitere Kürzungen

09. September 2012 09:22; Akt: 09.09.2012 09:33 Print

Griechen: \Griechen: "Wir können nicht mehr"

Den Griechen stehen neuen Kürzungen bevor. Regierungschef Samaras spricht von harten und teils ungerechten Maßnahmen, um den Euro-Tod Griechenlands abzuwenden. Die Opposition mobilisiert.

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Demonstration am Samstagabend in Thessaloniki. (Bild: AFP)

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Das neue griechische Sparprogramm in Höhe von mehr als 11,5 Milliarden Euro ist auf der Zielgeraden. Am Sonntagabend planten die Chefs der drei Koalitionsparteien in Athen Beratungen über die harten Sparmaßnahmen. Am Nachmittag stand ein Treffen der Chefs der Geldgebertroika mit dem griechischen Finanzminister Ioannis Stournaras auf dem Programm. Opposition und Gewerkschaften gingen am Wochenende auf die Straßen, um das Sparprogramm zu verhindern.

Das Sparprogramm soll nach Informationen aus Kreisen des Finanzministeriums spätestens kommenden Freitag stehen. Die Opposition und die Gewerkschaften mobilisierten am Samstagabend in der griechischen Hafenstadt Thessaloniki mehrere Tausend Menschen. Die Demonstranten warfen dem konservativen Regierungschef Antonis Samaras und seiner Koalitionsregierung vor, "den Befehlen der Geldgeber-Troika zu gehorchen und das Land und seine Menschen in die Katastrophe zu führen".

"Der finanzielle Tod Griechenlands"

Samaras warnt seinerseits: Sollte Griechenland den Euroraum verlassen, würde das Land "finanziell sterben", meinte er. Er warb für die Zustimmung seiner Landsleute für das neue Sparpaket. "Dies werden die letzten Kürzungen sein", sagte er bei der Eröffnung der größten Messe Griechenlands in der Hafenstadt Thessaloniki. Er gab aber zu, dass einige Maßnahmen "ungerecht und sehr hart" sein würden. Er versprach, sie zurückzunehmen, sobald wieder das Land auf Kurs ist.

Am Sonntagabend war ein Treffen von Samaras mit den Chefs seiner Koalitionspartner, den Sozialisten, Evangelos Venizelos, und den Demokratischen Linken, Fotis Kouvelis, vorgesehen. Die beiden linken Koalitionspartner hatten erklärt, sie wollten Kürzungen der Renten und Löhne von Staatsbediensteten verhindern. Allerdings hatten beide auch betont, sie unterstützen die Regierung in ihrem Kampf gegen den Staatsbankrott. Am Montag wollte sich Samaras mit der Troika treffen. Am Dienstag ist in Frankfurt ein Treffen mit dem Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, geplant.

Proteste

In Thessaloniki waren nach Schätzungen der Polizei rund 15 000 Menschen aus Protest gegen das neue Sparprogramm auf die Straßen gegangen. Die Veranstalter - Gewerkschaften und Opposition - sprachen von 30 000 Menschen. "Umsturz! Entweder die oder wir", hieß es auf Transparenten. "Es reicht. Wir können nicht mehr", skandierten die Menschen. Aufgebrachte Bauern warfen dutzende Wassermelonen auf die Straße. Damit protestierten sie gegen die niedrigen Preise.

Unter den Demonstranten war auch Alexis Tsipras, Vorsitzender des Bündnisses der radikalen Linken (Syriza), der größten Oppositionspartei in Griechenland. Auch Polizisten und Feuerwehrleute nahmen an den Demonstrationen teil. Nach dem Ende der Demonstration kam es zu Randalen. Rund 200 Autonome warfen Steine auf die Polizei und zündeten einige Mülleimer an. Die Beamten setzten begrenzt Tränengas und Blendgranaten ein, um die Randalierer auseinander zu treiben. Es wurden rund 30 Menschen vorübergehend festgenommen. Die Lage beruhigte sich schnell, berichteten Reporter vor Ort.

(dpa/Tageblatt.lu)

  • Django am 09.09.2012 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    Reiche Griechen

    Die räich Griiche bezuele keen €uro Steieren. Et gëtt geschat, datt si ëm di 250 Milliarden €uro steierfräi an d'Ausland geschaaft hunn ( Zypern, Schwäiz, London etc ) Si kafen zu London an zu Berlin di deierst Luxuswunnenge fir Millioune €uro. Dat da keen Su fir di aarm Griiche bleift, ass jo normal. Da soll di griichesch Regierung di Steierhannerzéier mat internationalem Haftbefehl sichen loossen. Mä et ass jo méi einfach, se lafen ze loossen an eis berappen ze dinn.

  • Margu am 09.09.2012 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    Politiker

    A wee geet dann op Strooss? Den Otto-Normalverbraucher oder déi "Iewescht 10.000". Här Juncker, Mme Merkel: frot emol wéi vill déi Haere Samaras, Venizelos, Kouvelos verdéngen a net ze vergiessen den Här Papoulias! An dann denken mer och un d'Wirtschaftsbossen. Sympathie mam Griich. Vollek, leider waren se domm genuch a hunn nees déi selwecht gewielt, wou fir de Schlamassel verantwortlech waren a sinn. P.S. reduzéiert Är Kollege well wéi vill Deputéiert huet Lëtz., Däitschland a Griicheland prozentual zu der Bevëlkerung. A net ze vergiessen hir Beroder an de ganzen Unhang!

  • Calvin am 09.09.2012 15:44 Report Diesen Beitrag melden

    Griechen " Wir können nicht mehr"

    Ihr habt noch gar nicht!