20. März 2017 22:39;Akt: 20.03.2017 22:58

AHA fordert: "Keine Verwässerung"

TRENNUNG VON KIRCHE UND STAAT

In einer Pressemitteilung mit dem Titel "Keine Verwässerung des Gesetzesvorschlags!" setzt sich die AHA ("Allianz vun Humanisten, Atheisten an Agnostiker Lëtzebuerg a.s.b.l.") weiter für eine konsequente Trennung von Kirche und Staat in Luxemburg ein.

 (Bild: Tageblatt-Archiv)

"Mit Interesse" verfolge die AHA die Diskussionen um die Abschaffung der sogenannten Kirchenfabriken, und habe demzufolge auch das angekündigte Treffen zwischen Regierung und Bistum zur Kenntnis genommen. Das Treffen Bettel-Kersch-Bistum (Kultus- und Innenminister sowie katholische Kirche) soll diese Woche stattfinden.

Die AHA erwartet, "dass der eingeschlagene Weg von der Regierung konsequent weitergeführt wird, bis hin zur kompletten Trennung von Kirche und öffentlichen Institutionen. Auf keinen Fall darf das vom Bistum, dem Syfel und der CSV veranstaltete Theaterstück jetzt auf der Zielgeraden zu einer Verwässerung des Gesetzestextes betreffend die Kirchenfabriken führen."

"Theaterstück"

Die Vereinigung ruft die Regierung desweiteren dazu auf, "endlich das Gesamtvermögen der 285 Kirchenfabriken und deren Anhängsel zu veröffentlichen. Hier geht es sogar eher weniger um die Bankkonten, sondern vielmehr um die Besitztümer wie Ländereien und Gebäude, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Bauperimeters." Dies dürfte laut AHA kein Problem für die Katasterverwaltung sein, auch "datenschutztechnisch sollte es kein Problem darstellen, weil nicht das Detail, sondern ein Gesamtvermögen veröffentlicht werden soll." Der Finanzminister sei laut Pressemitteilung also hier gefragt, denn ihm untersteht die Katasterverwaltung. "Bisher hat sich aber gerade das Finanzministerium wenig impliziert: der CSV-Staat hat es wohl noch immer unterwandert", schreibt die AHA weiter.

Die AHA vermutet desweiteren, dass ein Hauptgrund für die Gründung des Syndikats der Kirchenfabriken (Syfel) das Verhindern einer solchen "transparenten Herangehensweise" sei: "Denn genau diese Information bezüglich des Reichtums der Kirchenfabriken würde wohl die letzte, in Teilen der Bevölkerung noch übrig gebliebene minimale Akzeptanz für diese archaischen Strukturen auf null schrumpfen lassen."

Tageblatt.lu

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  • Marius am 21.03.2017 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Bei einer vollständigen Trennung von KIRCHE und STAAT, wäre da die christlich soziale Volkspartei, die CSV, nicht auch ein Relikt dieses Staates, das in diese Überlegungen mit einbezogen werden müsste. Es genügt eben nicht, den Klerus finanziell weniger stark zu unterstützen und ein Hintertürchen offen zu lassen, via eine religiöse Partei, welche nicht zögern wird, ihren Partner nach den nächsten Wahlen wieder voll mit ins Boot zu nehmen. Es ist endlich an der Zeit einen klaren Schnitt zu setzen.