11. Januar 2017 12:39;Akt: 11.01.2017 12:45

Vorbild Luxemburg

ÖFFENTLICHER NAHVERKEHR

Ab 1. August dürfen Schüler und Studenten in Luxemburg kostenlos Bus und Bahn nutzen. In der Schweiz verfolgen Verkehrspolitiker das Projekt mit Interesse.

 (Bild: Jean-Claude Ernst)
Ab Sommer fahren Studenten und Schülter in Luxemburg gratis Bus und Bahn (► Link). In der Schweiz verfolgen Verkehrspolitiker das Projekt mit Interesse. Bea Heim, sozialdemokratische Politikerin (SP) und Präsidentin der IG Öffentlicher Verkehr, würde es begrüßen, wenn die Schweiz dem Beispiel Luxemburgs folgen würde. Die Straßen würden entlastet, die CO2-Belastung ginge zurück, sagt sie im schweizer Nachirchtenportal 20minuten.ch

Vor allem aber handle es sich um eine sehr nachhaltige Massnahme, so Heim: "Gerade die Erfahrungen in jungen Jahren prägen das spätere Verkehrsverhalten." Für sie ist deshalb klar, dass sich das Angebot nicht nur an Studenten richten dürfte: "Alle unter 25 Jahren sollten davon profitieren."

Gespalten

Begeistert zeigen sich auch die Jungen Grünen: "Das entspricht unserer Forderung nach einkommensabhängigen öffentlichen Nahverkehrspreisen: Studenten, Lehrlinge und Menschen mit kleinem Einkommen sollen gratis Zug fahren dürfen", so Co-Präsident Luzian Franzini.

Zurückhaltender gibt sich die Mutterpartei. Die Abos gratis abzugeben, finde sie das falsche Signal, sagt Grünen-Chefin Regula Rytz. "Die Preise für Jugendliche in Ausbildung müssen aber gesenkt werden, zum Beispiel auf die Hälfte eines Erwachsenenabos." Gerade, weil Bus und Bahn immer teurer würden, brauche es Anreize, um die Leute früh zur Nutzung von Bus und Bahn zu animieren.

Spezialangebote

Verkehrspolitiker Walter Wobmann von der Schweizerischen Volkspartei (SVP) spricht von einer realitätsfernen Forderung: "Wenn man beginnt, eine bestimmte Gruppe systematisch zu bevorzugen, dann wollen andere plötzlich auch Rabatte." Die übrigen Verkehrsteilnehmer müssten im Gegenzug mehr bezahlen – das sei unfair.

Für Studenten und Schüler gebe es bereits heute "attraktive Spezialangebote", hält Roger Baumann, Sprecher des Verbands öffentlicher Verkehr fest. Der Dachverband vertritt die Interessen der Schweizer Transportunternehmen.

Tageblatt.lu

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  • C Schneider am 11.01.2017 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Virun allem muss ee soen, dass Billjeeë zum halwe Präis hei an der Schwäiz ëmmer nach vill méi deier si wei zum volle Präis zu Lëtzebuerg. (ZB Dageskaart Schwäiz 2kl = 150 Fr, zu Lëtzebuerg = 5 Euro) An de leschten 20 Joer huet sech hei den Zuchtarif praktesch verduebelt, währendeem e beim Auto 30% méi deier gin ass. Fazit: den Trend, vum Zuch op den Auto ass extrem gewuëss, au d'Stauproblemer geroden ëmmer méi ausser Kontroll.

  • gui am 11.01.2017 14:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Thomas Bosch An ween bezillt dann freeen?? Do soo deer bestemmt ( ma den Staat) An dann ginn eer steieren erop an dann kreisch deer erem

    • Thomas Bosch am 11.01.2017 16:57 Report Diesen Beitrag melden

      Wien bezilt dann de Moment d'Onkäschten? Sécher net déi wéineg Leit déi Tickete kafen. Wann een dann nach d'Käschte fir d'Ticketsautomaten, Schaffner, Kontrolleuren, Websäiten, Caissieren, Comptabilitéit, etc. ofrechent bleift sécher net méi vill iwwreg, wann iwwerhaapt? A wann dach sollt een trotzdem den ëffentlechen Transport gratis maachen an dat z.B. iwwert d'Autossteier erëm eranhuelen.

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  • Thomas Bosch am 11.01.2017 13:02 Report Diesen Beitrag melden

    Der öffentliche Transport sollte komplett gratis sein! Vor einigen Jahren wurden mit der Preiserhöhung Statistiken veröffentlicht. Aus diesen ging hervor dass über 70% der Passagiere gratis fahren würden. Diese setzen sich aus Senioren, Schülern, RMG-Empfängern und Flüchtlingen zusammen. Die restlichen 30% müssten zahlen, tun es aber natürlich nicht immer da Schwarzfahrer so gut wie nie erwischt werden. Die Kosten für den riesigen Aufwand Fahrkarten bereitzustellen und zu kontrollieren stehen sicher in keinem Verhältnis zu den Einnahmen.

    • René Charles am 11.01.2017 16:46 Report Diesen Beitrag melden

      / Über 70 % der Passagiere gratis..../ Laut Statistik ist das Ziel der luxemburger Regierungen ( 25 % sollten es werden von Benutzern des Ö.Tpt. in L. ) bei weitem noch nicht erreicht. (Statec) Welches Land hat die Statistik von der Sie reden veröffentlicht? Danke für die Nachhilfe, ggf.

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