01. März 2016 07:39;Akt: 01.03.2016 15:02

Hilfe aus Luxemburg für deutsche Fahnder

STEUERBETRUG

Im Januar führten deutsche Steuerfahnder in Luxemburg eine Razzia in den Geschäftsräumen eines Unternehmens durch.

 (Bild: Jan-philipp Strobel)

"Luxemburg gibt das Mauern auf", titelt die Süddeutsche Zeitung auf ihrer Homepage. Gemeint ist die Hilfestellung, die deutsche Behörden im Kampf gegen Steuerhinterzieher aus Luxemburg bekommen.

Es habe im Großerzogtum ein Umdenken gegeben, da die deutschen Behörden vor rund anderthalb Jahren im gleichen Fall keine Hilfestellung erhalten habe. Die luxemburgische Staatsanwaltschaft verteidigt ihr Vorgehen unterdessen.

Bei den Durchsuchungen von Geschäftsräumen im Januar soll es um Steuerhinterziehung und Geldwäsche gegangen sein. An dem besagten Unternehmen sollen gut 50 Offshore-Gesellschaften hängen. Das Unternehmen soll seinen Klienten geholfen haben, größere Summen in Panama und anderswo zu verstecken um den deutschen Fiskus zu hintergehen, so die Süddeutsche Zeitung.

Durch eine, von der Finanzbehörde Nordrhein-Westfalen für knapp eine Million Euro gekaufte Offshore-CD kamen die Fahnder dem Unternehmen auf die Schliche.

Staatsanwaltschaft verteidigt vorgehen

Die Razzia soll im Januar stattgefunden haben, nachdem die luxemburgische Staatsanwaltschaft vor anderthalb Jahren, im gleichen Fall, ein Rechtshilfeersuch abgelehnt habe. Die deutschen Strafverfolger seien damals regelrecht düpiert worden, so die Süddeutsche Zeitung weiter.

Die luxemburgische Staatsanwaltschaft entgegnete dem, dass erst der Verdacht auf "systematisch betrügerische Machenschaften" vorliegen müsse und der Rechtshilfeersuch der Kölner Staatsanwaltschaft diesmal über ausreichende Elemente verfügt habe, um Durchsuchungen durchzuführen. Was die Durchsuchungen im Januar ergeben haben, ist hingegen nicht bekannt.

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Tageblatt.lu

  • Klengenaalen am 01.03.2016 13:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im Januar führten deutsche Steuerfahnder in Luxemburg eine Razzia in den Geschäftsräumen eines Unternehmens durch...........

  • Enders am 01.03.2016 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so. Auf diese Weise sind Betrüger entlarvt worden und viel Geld wieder zurück in die EU gekommen. Solch ein Vorgehen sollte jedes EU Land einem anderen EU Land erlauben und unterstützen. Was die EU braucht sind strikte Kapitalverkehrskontrollen wenn das Geld die EU verlässt oder betritt.

  • pierre dirkes am 01.03.2016 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Glasnost & Perestroika ass wühl beim Gorbi ukomm nä nach lang net am Kapitalistechen Europa. Do hüt de Fiskus Recht bei eis unzeklappen fir hir eege Lei't am Verdacht sto'end ze hannerfro'en. Mir si vum Deitsche Staat erkannt an do kann och engem Jang sengem Gefasels op der ARD och neicht änneren. Gerechtegkeet brauch lang Zeit mä emol stenken d'Lompen a gin eraus gehéit.