17. Februar 2017 12:31;Akt: 17.02.2017 12:47

Iñaki Urdangarin wandert hinter Gitter

URTEIL AUF MALLORCA

Die spanische Infantin Cristina ist am Freitag im Prozess um Steuerbetrug freigesprochen worden. Ihr Mann muss sechs Jahre hinter Gitter.

 (Bild: Reuters/Enrique Calvo)

Die spanische Infantin Cristina ist Medienberichten zufolge am Freitag vom Vorwurf der Beihilfe zum Steuerbetrug freigesprochen worden. Das meldeten die Zeitung "El País" und das spanische Fernsehen unter Berufung auf das zuständige Gericht in Palma de Mallorca.

Ihr Ehemann, der ehemalige Handball-Profi Iñaki Urdangarin, wurde demnach schuldig gesprochen und zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte ihn wegen der Veruntreuung von sechs Millionen Euro Steuergeldern angeklagt. Zudem wurden ihm Betrug, Geldwäsche und Urkundenfälschung vorgeworfen.

Ein Rückblick

November 2011: Es wird bekannt, dass Cristinas Mann, der Ex-Handballstar Iñaki Urdangarin, als Präsident einer Stiftung von 2004 bis 2006 Geld der Regionalregierungen der Balearen und Valencias in Millionenhöhe veruntreut haben soll.

Februar 2012: Erstmals in der Geschichte der spanischen Monarchie muss ein Angehöriger des Königshauses im Zuge eines Finanzskandals vor Gericht. Urdangarin beteuert seine Unschuld.

April 2013: Die Justiz kündigt Ermittlungen gegen Cristina an. Sie soll an den Geschäften ihres Mannes beteiligt gewesen sein.

Mai 2013: Das Landgericht in Palma de Mallorca widerruft die Entscheidung des Ermittlungsrichters als nicht ausreichend begründet.

Januar 2014: Es wird bekannt, dass die Justiz nun doch gegen Cristina ermittelt. Der Richter habe sie zur Verdächtigen erklärt und zu einer Vernehmung vorgeladen.

Februar 2014: Cristina wird als Beschuldigte vernommen.

Dezember 2014: Ein Ermittlungsrichter entscheidet: Auch die Infantin muss auf die Anklagebank - wegen Beihilfe zur Steuerhinteziehung.

Juni 2015: König Felipe VI. entzieht seiner Schwester den Titel einer Herzogin.

Oktober 2015: Ein Gericht in Palma de Mallorca ordnet an, dass das Verfahren gegen die Infantin, ihren Ehemann und 16 weitere Angeklagte, darunter ehemalige Politiker und Regierungsbeamte, im Januar 2016 eröffnet wird.

Juni 2016: Der Prozess geht nach gut fünf Monaten zu Ende. Der Staatsanwalt fordert Freispruch für Cristina. Für ihren Ehemann verlangt er fast 20 Jahre Haft. Die Gewerkschaft Manos Limpias als Nebenklägerin will für Cristina acht Jahre Haft.

Februar 2017: Cristina wird feigesprochen, ihr Ehemann soll mehr als sechs Jahre ins Gefängnis.

Tageblatt.lu/dpa

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  • Muller Guy am 17.02.2017 14:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lächerlech dat ganzt! Wéi ze erwarden ass dat Christina frei gesprach gin. Sein Mekki muss an dem Bing. Awer nemmen well soss d'Öffenlechkeet protestéiert hätt. Awer.... Bestemmt muss lo nach virdrun een ganzen Block vun engem Prisong an eng 5 Stären Prisong-Suite emgebaut gin. An dat ass alles fir d'Katz well hien an 6 Méint rauskennt well hien sou een braven Jong wor. An déi ganz Öffenlech ass nees eng Kéier gut verarscht gin an sou wéi sou, déi mescht hun jo schon lang alles vergiess.

    • MARTINE am 17.02.2017 16:32 Report Diesen Beitrag melden

      DAT WAR JO KLOER DATT HATT NET GéIF SETZE GOEN, ENG GEFALEN PRINZESSIN... FILLE DE ROI DéCHU... KOMESCH FRA, DéI ANSCHEINEND GUER NET WEESS, WOU DEM MANN SENG MILLIOUNEN, DèI SI JO VERJUBELT, HIRKOMMEN... ECH WEESS WOU MENG PEI HIRKENNT, A MENGEM MANN SENG OCH; VUN éIERLECH HAARD AARBECHT

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