Unter ihrem Dach versammeln sich mittlerweile 60 Stiftungen. Ihre finanziellen Möglichkeiten erhöhen sich stetig. Seit ihrer Gründung hat die Fondation de Luxembourg so die Philanthropie hierzulande in eine zuvor ungewohnte Umlaufbahn katapultiert. Von den Fortschritten berichteten am Dienstagmorgen Henri Grethen als Verwaltungsratspräsident und Tonika Hirdman, die Generaldirektorin der Fondation de Luxembourg, im Sitz der Stiftung auf Kirchberg.

Tonika Hirdman blickte mit Zufriedenheit auf das vergangene Jahr zurück. Kein Wunder, handelte es sich doch um ein Rekordjahr. Rekord eins: Mit sechs Millionen Euro konnte eine zuvor noch nicht erreichte Summe in Projekte investiert werden; im Jahr 2014 lag dieser Betrag noch bei 3,6 Millionen Euro. Unterstützt werden damit 120 Projekte in rund 20 Ländern. Rekord zwei: Mit mittlerweile 60 Stiftungen, die unter dem Dach der “Fondation de Luxembourg” funktionieren, wurde auch in diesem Bereich ein neuer Topwert erreicht.

120 Millionen Euro investiert

Insgesamt investierte die Stiftung seit ihrer Gründung 2009 rund 120 Millionen Euro in Projekte. “Damit sind wir eine wichtige Ergänzung zur Luxemburger Entwicklungshilfe”, befand Henri Grethen, um anzufügen, dass die Stiftung “in ihrer täglichen Arbeit für das Allgemeinwohl eintritt”. Die Zahlen des vergangenen Jahres “zeigen deutlich, wie wichtig die ‘Fondation de Luxembourg’ für die Philanthropie in Luxemburg geworden ist”.

Die “Fondation de Luxembourg” investiert vor allem in Projekte aus den Bereichen Gesundheit und Forschung, Armutsbekämpfung und sozialer Zusammenhalt, aber auch im Kulturbereich oder etwa in die Universitätsbildung. Die Gründer der innerhalb der “Fondation de Luxembourg” funktionierenden Stiftungen sind zu 88 Prozent Privatpersonen. Die restlichen zwölf Prozent sind Unternehmen. 43 Prozent der Stiftungsgründer stammen aus Luxemburg. Es folgen die drei Nachbarländer Frankreich (16%), Belgien (16%) und Deutschland (13%).

A.B.